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Hallo Adretta,

ich warte noch ein wenig bis der Hase den Salat nicht mehr kleinbekommt :-)  damit ich irgendwann das Vliess abnehmen kann: teilweise führt der Hasenfrass zu Wachstum (wie beim Auspflücken), aber der Hase kann nicht bis 10 zählen :-) ... 10 (übrige) Blätter sind es bei mir auch noch nicht ganz, aber sehr bald. Vermutlich bist Du in -->Trudering ? Da ist es jedenfalls wärmer als in Riem und die Pflanzen wurden dort letztes Jahr schneller gross.

Ich pflücke auch sehr gerne aus, alles was geht: Mangold, Lauchzwiebeln (nur abschneiden und Knolle drinlassen, wächst nach), Kräuter, alle Salate (auch die Nicht-Pflücksalate), Wirsing, Fenchel, ... und natürlich Erbsen, Bohnen, Zucchini, die immer wieder nachblühen (siehe auch Bericht von -->2012 )

Viele Grüße,
Jonas.

PS: Sehen ja sehr lecker aus, die Radieschen und der Salat!

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Direkt betroffen und fachlich sehr gut informiert ist Arche Noah :
Gesellschaft für die Erhaltung der Kulturpflanzenvielfalt & ihre Entwicklung

Informationen/Arche Noah (siehe  -->Krautgarten-Bezugsquellen ) http://saatgutpolitik.arche-noah.at

Petition von Global 2000/Arche Noah http://helfen.global2000.at/de/node/19

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PS: Graphik zur -->Struktur der weltweiten Saatgutindustrie  

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immer wieder faszinierend :-)

Ich mach mir seit letztem Frühjahr auf dem Balkon Bokashi, und lass mich gerne im EM-Forum inspieren. So misch ich unter mein Grünzeugs für den Bokashi, Wildkräuter (Brennessel, Beinwell, Wegerich was hier halt so wächst) und seit Herbst auch noch meine Lagerfeuerasche und darin verbliebene Holzkohle. Das/der Bokashi wirkt - die Ergebnisse sind beeindruckend. Die Pflanzen sind grösser kräftiger und wirken energievoller . Holzkohle kann ich allerdings nicht beurteilen, da zu kurz im Einsatz. Aber als Wasserspeicher in der Erde taugt sie sicher. Als nächstes werd ich mir aus dem Wald morsche angerottete Baumteile mitbringen, und in der Hoffnung, dass sich dort Mykorrhiza-Pilzen befinden in meine Pflanztröge geben, und von einer Wurmfarm träum ich schon ganz lange.

Seit 10 Jahren versuche ich natürliche Bodenverhältnisse in meinen Pflanztrögen zu erzeugen, und irgendwie natürliche Waldbodenverhältnisse nachzuahmen. Da mach ich einiges, mulche auch gelegentlich mit Küchenabfällen, Kaffeesatz, Brennesseln oder was auch ganz Klasse ist mit Ackerschachtelhalm. Unser schon leicht lädierter Ahornbaum hat sich damit in einen jungen Gott verwandelt :-), er ist so voller Laub, dass für uns kaum noch Licht durchs Küchenfenster kommt.

Auch wenn ich noch so viel mache bleiben meine Blümentöpfe eine künstliche Welt, die nur solange existiert wie ich mich um sie kümmere. Ganz im Gegenteil zum Krautacker, da ist die Natur da und funktioniert nach ihren Regeln. Will ich davon profitieren muss ich mich drum kümmern, dass die Tierchen im Boden was zu essen  und gute Lebensbedingungen haben, denn sonst verschwinden sie und es wird nix mit einem dicken Kohlrabi.

Sobald es wieder trockner ist sähe ich mein lieben Freunden im Boden die erste Gründüngung, einen Streifen Buchweizen zwischen Kohl und Sellerie und Serradella zwischen die Salate.

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PS: Hier noch ein interessanter Vortrag von Prof. Schrimpff zu Klimawandel, Bodenleben, mehrjährige Bodenbearbeitung (bei uns Krautgärten nicht möglich, aber trotzdem interessant) und Terra Preta. Ich hab ihn mal live gehört: sehr beeindruckend der Mann (hat Jahrzehnte in Weihenstefan für Bodenkunde geforscht).

http://www.gruene-ml.de/kreisverband/upload/pdf/Vortrag-Landwirtschaft.pdf


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Hallo Jonas,

keine Sorge, wenn du nur die ganz äußeren Salatblätter erntest, wächst der Kopf innen kräftiger nach. Aber immer mindestens 5 bis 10 Blätter stehen lassen. So ernte ich die ganze Saison und ich muss den Salat nicht köpfen. Und die ausgereiften Blätter sind auch noch gesünder als das Herz. Den Trick habe ich von meiner Omi :-))

Wollte dir direkt auf deinen Ackerbericht antworten

aber habs nicht geschafft ...

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So 12.5.2013 : Eindrücke vom ÖBZ-Sonntagscafé (Treffmöglichkeit für KrautgärtnerInnen), siehe Bilder.

Nächste Treff-Möglichkeit am ÖBZ (gemütlicher Austausch, Saatgut-Tausch, Bücherschau, Gartenbesichtigung, ..) beim -->Tag der offenen Gartentür am 30.6.2013  (siehe auch  -->Bilder vom Tag der offenen Gartentür 2012 ).


Bild: die Kuchentheke (selbstgebacken, Erlös geht in ökologische Bildung)


Bild: Kinderstadtplan-Projekt


Bild: Plakat beim ÖBZ Sonntagscafé


Bild:Plakat beim ÖBZ Sonntagscafé


Bild: Plakat beim ÖBZ Sonntagscafé (siehe Diskussion des Plastik-Mülls am Acker, bei den -->Acker-Reinigungsaktionen  )

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Danke :-) 

Eine wirklich schöne Kindheitserinnerung mit den Helferlein!

Vielleicht werden die Streifen zwischen den Feldern irgendwann ja wieder vielseitiger ... Ich hab letztes Jahr ein Mais-Feld gesehen wo wenigstens an den Rändern eine Blumenmischung gesät war (wurde sogar mal offiziell gefördert, aber laut LBV seit 2011 nicht mehr):  http://www.lfl.bayern.de/publikationen/daten/merkblaetter/p_41570.pdf

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Hallo Jonas,

du machst das ganz Klasse mit dem Forum, und hast dafür auch meinen ganzen Respekt. Auch wenn es einfach aussieht, es ist keine einfache Sache, der du dich da freiwillig zum Nutzen von uns allen "unterwirfst".

PS: In meiner Kindheit war es noch ganz normal einen eigenen Gemüsegarten zu haben. Der wurde ausschliesslich mit eigenem Kompost versorgt, nur ins Frühbeet kam Mist als "Bodenheizung". Das Ergebnis war immer gut und reichlich.

Mit prachtvollen und üppigen Geranien präsentierte man der Öffentlichkeit sein gärtnerisches Können. Die Geranien bekamen zu Anfang der Saison reichlich Brennesselbrühe "gegen die Läuse".  Das war gleichzeitig ein super Dügner, wie ich später herausfand. Das waren die ganzen Hilfsmittel meiner Eltern und Großeltern - Hopfenbauern, die auf ihre Felder von Jahr zu Jahr mehr Mineraldünger, Pestizide, Insektizide usw. ausbrachten.

Von klein auf war ich mit auf den Feldern, und die unbewirtschafteten Streifen zwischen den Äckern waren mein Spielplatz. Die unterschiedlichen Blumen und Gräser, die dort wuchsen meine Puppen und Spielgeräte. Ameisen und sonstiges Krabbelgetier, das sich auf dem Boden bewegte  gehörten genauso zu meiner Spielwelt wie diese kleinen Lebewesen die für mich im Boden lebten. Die waren nicht zu sehen, aber ich wusste, da drinnen im Boden ist eine lebendige Welt.

Für mich kommunizierten diese Wesen alle miteinander, die Krabbeltiere, Pflanzen und die Bodenwelt untereinander, meine Puppen bekamen auch oft Nachrichten von den Wesen aus der Bodenwelt.

Wenn z.B. der Traktor übers Gras fuhr und alles plattdrückte, war ich fest davon überzeugt, dass nach diesem "Unglück" ein Rettungseinsatz stattfindet, der ähnlich ablief wie ich es aus der normalen Welt (Feuerwehrfamilie) kannte.
Es wurde Alarm ausgelöst, dann eilten alle Bodenwesen zum Einsatz, und kümmerten sich um die verletzten Pflanzen. Einge wurden verarztet  bekamen Verbände,Schienen und Trost, anderen war nicht mehr zu helfen, die wurden abtransportiert usw.

Mit der Zeit veränderten sich die Streifen zwischen den Feldern, jedes Jahr wurden meine Spielkameraden (Pflanzenarten) weniger. Irgendwann wuchsen an diesen Stellen nur noch 2 Pflanzensorten, ein hässliches Riesengrass und Brennesseln. Der Anblick löst in mir bis heute eine tiefe Traurigkeit aus!

So weiss ich wie einfach, das mit dem Gärtnern gehen kann, wie wichtig Organisationen wie Bioland, Demeter usw. sind, und wie schön und genial eine vielfältige und intakte Natur ist.