Danke Katja, werde ich das nächste Mal beim Salat genau nachschauen. Bis jetzt habe ich keinen Salat geerntet aber der "Schneckencheck" ist eine gute Idee.
zum Erfahrungsaustausch: Bei mir sind kleine Löcher im Eissalat. Eine andere Krautgärtnerin meinte, das seien winzige graue Schnecke. Ich konnte sie zwar nicht sehen, aber noch ist es für mich o.k. ich gebe ihnen gerne einbisschen was von meinem Salat ab...;-) Ansonsten habe ich auch schon 3-4 von den mittelgroßen braunen Nacktschnecken gefunden (besonders lecker, wenn man beim Salatabzupfen plötzlich unvermittelt in etwas Weiches greift...). Es zahlt sich aus, wenn man den Salat außen herum Blatt für Blatt erntet, da entdeckt man die Schnecken schnell. Ich habe sie ganz hinten ins Gestrüpp hinter dem Feld "transferiert" und denke, erstmal reicht die Bekämpfung per Hand noch aus. Hoffentlich bleibt es so und die Schnecken nehmen nicht zu.
Letztes Jahr hatten wir übrigens in Riem gar keine Schnecken, es muss also nicht so schlimm werden
Die niedrigen Mai-Temperaturen lassen bei manchem die Frage aufkommen: hat der Klimawandel schon aufgehört?
Das Gegenteil ist leider der Fall, der Klimawandel geht leider weiter :
die Erwärmung geht nur momentan mehr in die Ozeane als in die Atmosphäre (siehe Graphik unten)
Jetstream und Arktische Oszillation verändern sich und begünstigen langfristige Wetterlagen (siehe Graphik unten)
der Jetstream wird schwächer und "welliger": mehr kalte Luft im Süden, mehr warme im Norden (siehe Graphik unten)
Mehr Wärme heisst: es dauert länger, bis die Luft mit Wasserdampf gesättigt ist, aber wenn es dann schliesslich regnet, dann umso heftiger: "Eine Folge der Clausius-Clapeyron-Gleichung pro Grad Erwärmung kann 7% mehr Wasserdampf aufgenommen werden, bis die Luft gesättigt ist. Tatsächlich zeigen die Messdaten eine Zunahme des mittleren Wasserdampfgehalts der Atmosphäre um 4% seit den 1970ern - seither ist die globale Temperatur um 0,6 °C gestiegen. " http://www.scilogs.de/wblogs/blog/klimalounge/mechanismen/2013-06-0...
Das ist eine langsame Entwicklung, die man mit langfristigen weltweiten Messungen und Statistik beobachten muss: während es hier kalt war, war es anderswo ungewöhnlich warm (z.B. Helsinki knapp 30 Grad, Pakistan -->51 Grad , ...). Das statistische Mittel muss dabei mindestens über 11 Jahre (mittlere Dauer der zyklischen Intensitätsschwankung der Sonne) genommen werden und auch El Nino/La Nina (halb-periodisch zwischen warm/kalt wechselnde Strömung im Pazifik = ENSO) und Vulkane (abkühlende Wirkung) müssen berücksichtigt werden (siehe Graphik unten): eine einzelne/r oder lokale/r Überflutung, Dürre, Tornado, warmer Sommer, lauer Winter ... ist für sich genommen kein Beleg für den Klimawandel, ebenso wenig wie ein harter Winter oder verregneter Mai den Klimawandel beendet (im Gegenteil passt das leider auch gut in die Vorhersage der Klimamodelle, siehe unten), aber die weltweite statistische Häufung der Extreme stimmt leider gut mit den Messungen, physikalischen Erklärungen, Modellen und Prognosen der weltweiten Klimaforscher überein (siehe Graphik unten).
Leider werden also vermutlich zunehmende Wetterextreme und Überschwemmungen die Landwirtschaft und damit auch uns KrautgärtnerInnen zunehmend beeinträchtigen, siehe z.B. den Artikel in der SZ über die -->Folgen der Überflutungen für die Bauern .
Hoffen wir also, dass die internationalen Bemühungen, den Klimawandel einzudämmen, von Erfolg gekrönt sind und dass möglichst viele Menschen selber bei der Eindämmung mitmachen, zum eigenen Vorteil, vor allem aber zum Vorteil der Kinder und Enkel, Urenkel, ... siehe auch: -->Generationenmanifest , das von renommierten Persönlichkeiten aller politischen Richtungen getragen wird
Bild: Klimaentwicklung über lange Zeiträume und -->A1B-Prognose bis 2100: ganz links die letzte Eiszeit, ab -8000 der relativ stabile Zeitraum, in dem sich die heutige menschliche Zivilisation entwickelt hat ...
Hervorragender VideoVortrag von Prof. Helga Kromp-Kolb über den Klimawandel, gehalten bei der LMU-Ringvorlesung zum Klimawandel: http://videoonline.edu.lmu.de/node/3872
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Siehe auch: mehr von mir gesammelte Nachrichten zum Klimawandel: -->Link
Mo 3.6.2013 , 15:30: die Messbecher waren übergelaufen. Der grössere der Messbecher kann vermutlich ca 70-80mm fassen (Skala endet vorher), d.h. ich schätze, es waren über 80mm = 80 Liter pro Quadratmeter seit Freitag. Auf dem Brunnenweg steht noch Wasser, in den Furchen auch teilweise.
Fischen, Reis und Fröschen geht es gut, aber auch Mangold, Salat und Radieschen scheinen noch nicht ertrunken zu sein. Mais, Tomaten, Kürbis, und Zucchini mögen das Weter nicht so, aber vielleicht berappeln sie sich ja noch, falls die Sonne mal wieder scheinen sollte.
Der Zufahrtweg zum Acker ist per Auto nicht zu empfehlen (und falls man durchkommt, würde man die Matsch-Löcher nur noch weiter vertiefen?), aber auch zu Fuss sollte man Gummistiefel mitnehmen ... (oder wie oben gesagt am Gut Riem parken und einen kleinen Umweg gehen).
Gerade aus dem Urlaub zurück, konnte ich die Neugierde trotz Starkregen nicht unterdrücken und bin mal dorthin gefahren.
In einigen Ackermulden steht das Wasser ziemlich hoch, insgesamt halten sich aber sogar die wärmeliebenden Pflanzen wie Tomate, Paprika, Gurke etc. ganz gut. Sie sehen etwas mitgenommen aus, aber insgesamt doch stabil.
Also noch kein Handlungsbedarf auf Reisanbau umzustellen :-) .
Fotos gibt es leider nicht, da der Wind zu sehr an meinem Schirm gezogen hat.
Spannend wird es nun sicherlich wenn es wärmer wird, wie es sich dann mit den Pilzkrankheiten verhält. Hat hier jemand Tipps was man zur Vorbeugung einsetzen darf? Hilft Brennesseljauche gespritzt?
Kommentar : Wenn man die Details sieht, dann merkt man, dass man wachsam bleiben muss. Das "Lobbying" soll "momentan" eingestellt werden. Aber was heisst Lobbying genau? Und wieso nur momentan? Evtl. ist das Ganze nur ein Trick um der momentan starken Anti-Monsanto-Bewegung die Luft aus den Segeln zu nehmen.
Weiterverkauft wird das Gift ("Totalherbizid": das Wort spricht Bände) und angepasstes gentechnisch verseuchtes Saatgut trotzdem weiter dort wo es leider noch erlaubt ist, auch in Europa.
Benötigt wird ein europaweites unbefristetes Verbot (die meisten Verbote sind befristet) von Agro-Gentechnik und Ultragiften wie Glyphosat mit Verstärkern und auch ein Verbot von importierten gentechnisch verseuchten Lebensmitteln und gentechnisch verseuchten Futtermitteln für Fleisch/Milch.
Und es geht nicht nur um die gentechnische Verseuchung, sondern auch um Monopole durch Patente auf Pflanzen und Tiere, also um die Macht über unser Essen, siehe Graphik bzw:
Danke Katja, werde ich das nächste Mal beim Salat genau nachschauen. Bis jetzt habe ich keinen Salat geerntet aber der "Schneckencheck" ist eine gute Idee.
Grüße, Valerie
Hallo Valerie,
zum Erfahrungsaustausch: Bei mir sind kleine Löcher im Eissalat. Eine andere Krautgärtnerin meinte, das seien winzige graue Schnecke. Ich konnte sie zwar nicht sehen, aber noch ist es für mich o.k. ich gebe ihnen gerne einbisschen was von meinem Salat ab...;-) Ansonsten habe ich auch schon 3-4 von den mittelgroßen braunen Nacktschnecken gefunden (besonders lecker, wenn man beim Salatabzupfen plötzlich unvermittelt in etwas Weiches greift...). Es zahlt sich aus, wenn man den Salat außen herum Blatt für Blatt erntet, da entdeckt man die Schnecken schnell. Ich habe sie ganz hinten ins Gestrüpp hinter dem Feld "transferiert" und denke, erstmal reicht die Bekämpfung per Hand noch aus. Hoffentlich bleibt es so und die Schnecken nehmen nicht zu.
Letztes Jahr hatten wir übrigens in Riem gar keine Schnecken, es muss also nicht so schlimm werden
LG
KATJA
Danke Jonas, werde ich machen!
Ich wünsche Dir und alle Krautgärtner/innen ein schönes (und hoffentlich weiterhin sonniges) Wochenende.
Valerie
>was nicht erlaubt ist
Am Besten gleich am Montag am -->Krautgarten-Telephon aurufen: dann können die in der -->regionalen Bioland-Betriebsmittelliste für 2013 nachsehen, ob das erlaubt ist (die ist nicht online und es gibt auch nachredaktionelle Ergänzungen). Lieber einmal zu oft nachfragen, als einmal zu wenig.
Die niedrigen Mai-Temperaturen lassen bei manchem die Frage aufkommen:
hat der Klimawandel schon aufgehört?
Das Gegenteil ist leider der Fall, der Klimawandel geht leider weiter :
(siehe Graphik unten)
(siehe Graphik unten)
(siehe Graphik unten)
http://www.scilogs.de/wblogs/blog/klimalounge/mechanismen/2013-06-0...
Das ist eine langsame Entwicklung, die man mit langfristigen weltweiten Messungen und Statistik beobachten muss: während es hier kalt war, war es anderswo ungewöhnlich warm (z.B. Helsinki knapp 30 Grad, Pakistan -->51 Grad , ...). Das statistische Mittel muss dabei mindestens über 11 Jahre (mittlere Dauer der zyklischen Intensitätsschwankung der Sonne) genommen werden und auch El Nino/La Nina (halb-periodisch zwischen warm/kalt wechselnde Strömung im Pazifik = ENSO) und Vulkane (abkühlende Wirkung) müssen berücksichtigt werden (siehe Graphik unten): eine einzelne/r oder lokale/r Überflutung, Dürre, Tornado, warmer Sommer, lauer Winter ... ist für sich genommen kein Beleg für den Klimawandel, ebenso wenig wie ein harter Winter oder verregneter Mai den Klimawandel beendet (im Gegenteil passt das leider auch gut in die Vorhersage der Klimamodelle, siehe unten), aber die weltweite statistische Häufung der Extreme stimmt leider gut mit den Messungen, physikalischen Erklärungen, Modellen und Prognosen der weltweiten Klimaforscher überein (siehe Graphik unten).
Leider werden also vermutlich zunehmende Wetterextreme und Überschwemmungen die Landwirtschaft und damit auch uns KrautgärtnerInnen zunehmend beeinträchtigen, siehe z.B. den Artikel in der SZ über die -->Folgen der Überflutungen für die Bauern .
Hoffen wir also, dass die internationalen Bemühungen, den Klimawandel einzudämmen, von Erfolg gekrönt sind und dass möglichst viele Menschen selber bei der Eindämmung mitmachen, zum eigenen Vorteil, vor allem aber zum Vorteil der Kinder und Enkel, Urenkel, ... siehe auch: -->Generationenmanifest , das von renommierten Persönlichkeiten aller politischen Richtungen getragen wird
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Bild: Wohin geht die Klimaerwärmung ( http://www.skepticalscience.com/graphics.php?g=65 )
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Bild: Auswirkung Jet-Stream (Quelle: http://www.skepticalscience.com/jetstream-guide.html )
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Bilder:
1) Mittlere weltweite Temperatur und Einflüsse von El Nino/La Nina (ENSO) und Vulkanen
2)Erwärmung, Berücksichtigung der Einflüsse ( http://www.skepticalscience.com/graphics.php?g=52 )
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Bild: Statistische Zunahme der weltweiten Wetterextreme
(NASA: http://www.giss.nasa.gov/research/briefs/hansen_17/ )
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Bild: Klimaentwicklung über lange Zeiträume und -->A1B-Prognose bis 2100:
ganz links die letzte Eiszeit, ab -8000 der relativ stabile Zeitraum, in dem sich
die heutige menschliche Zivilisation entwickelt hat ...
Quelle: http://www.skepticalscience.com/the-two-epochs-of-marcott.html
---Bild: Entwicklung des arktischen Meereises in der näheren Vergangenheit
(Ausdehnung des Eises heute mit Satelliten; früher: Sedimente am Meeresboden) Quelle: http://www.earth-policy.org/data_highlights/2012/highlights31
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Diese Websiten beantworten alle Fragen zum menschengemachten Klimawandel :
http://www.skepticalscience.com (englisch, sehr aktuell; teilweise deutsch)
http://www.klimafakten.de (deutsch; auch Dossiers)
Bei SkepticalScience gibt es auch eine kurze Gesamtzusammenfassung
auf die häufigsten Fragen zum Klimawandel (deutsch, 12 Seiten) :
http://www.skepticalscience.net/docs/Guide_Skepticism_German.pdf
(mit Review namhafter Wissenschaftler).
Hervorragender VideoVortrag von Prof. Helga Kromp-Kolb über den Klimawandel,
gehalten bei der LMU-Ringvorlesung zum Klimawandel:
http://videoonline.edu.lmu.de/node/3872
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Siehe auch: mehr von mir gesammelte Nachrichten zum Klimawandel: -->Link
Di 4.6.2013 , 21:00: 4mm Niederschlag seit gestern.
Radieschen platzen teilweise schon auf, bzw. werden holzig, Eiszapfen holzig/schossen bzw. einige werden schwarz/wurmig.
Bild: die Isar war gut voll nach dem ganzen Starkregen (siehe auch: -->Umweltnachrichten )
Mo 3.6.2013 , 15:30: die Messbecher waren übergelaufen. Der grössere der Messbecher kann vermutlich ca 70-80mm fassen (Skala endet vorher), d.h. ich schätze, es waren über 80mm = 80 Liter pro Quadratmeter seit Freitag. Auf dem Brunnenweg steht noch Wasser, in den Furchen auch teilweise.
Fischen, Reis und Fröschen geht es gut, aber auch Mangold, Salat und Radieschen scheinen noch nicht ertrunken zu sein. Mais, Tomaten, Kürbis, und Zucchini mögen das Weter nicht so, aber vielleicht berappeln sie sich ja noch, falls die Sonne mal wieder scheinen sollte.
Der Zufahrtweg zum Acker ist per Auto nicht zu empfehlen (und falls man durchkommt, würde man die Matsch-Löcher nur noch weiter vertiefen?), aber auch zu Fuss sollte man Gummistiefel mitnehmen ... (oder wie oben gesagt am Gut Riem parken und einen kleinen Umweg gehen).
Zustandsbericht zu Daglfing/ Wetterlage:
Gerade aus dem Urlaub zurück, konnte ich die Neugierde trotz Starkregen nicht unterdrücken und bin mal dorthin gefahren.
In einigen Ackermulden steht das Wasser ziemlich hoch, insgesamt halten sich aber sogar die wärmeliebenden Pflanzen wie Tomate, Paprika, Gurke etc. ganz gut. Sie sehen etwas mitgenommen aus, aber insgesamt doch stabil.
Also noch kein Handlungsbedarf auf Reisanbau umzustellen :-) .
Fotos gibt es leider nicht, da der Wind zu sehr an meinem Schirm gezogen hat.
Spannend wird es nun sicherlich wenn es wärmer wird, wie es sich dann mit den Pilzkrankheiten verhält. Hat hier jemand Tipps was man zur Vorbeugung einsetzen darf? Hilft Brennesseljauche gespritzt?
LG,
CLaudia
Zeitschrift des Umweltinstitut München zur Gentechnik : Münchner Stadtgespräche 5/2013
http://www.umweltinstitut.org/stadtgespraeche/download/m_stadtgespraeche65.pdf
Zeitschrift auch als Druck erhältlich, z.B. vermutlich bei der -->ÖBZ-Dult am So 9.6. 2013
Siehe auch: http://umweltinstitut.org/#&panel1-1&panel2-1&panel3-1&panel4-1&panel5-1
Artikel in der TAZ: Monsanto will Lobbying in Europa einstellen
http://www.taz.de/Sieg-fuer-Anti-Gentech-Bewegung/!117205/
Kommentar : Wenn man die Details sieht, dann merkt man, dass man wachsam bleiben muss.
Das "Lobbying" soll "momentan" eingestellt werden. Aber was heisst Lobbying genau? Und wieso nur momentan? Evtl. ist das Ganze nur ein Trick um der momentan starken Anti-Monsanto-Bewegung die Luft aus den Segeln zu nehmen.
Weiterverkauft wird das Gift ("Totalherbizid": das Wort spricht Bände) und angepasstes gentechnisch verseuchtes Saatgut trotzdem weiter dort wo es leider noch erlaubt ist, auch in Europa.
Benötigt wird ein europaweites unbefristetes Verbot (die meisten Verbote sind befristet) von Agro-Gentechnik und Ultragiften wie Glyphosat mit Verstärkern und auch ein Verbot von importierten gentechnisch verseuchten Lebensmitteln und gentechnisch verseuchten Futtermitteln für Fleisch/Milch.
Wachsam bleiben kann man z.B., indem man die Unterschriftensammlung des Umweltinstitut München gegen den Allestöter "RoundUp" (von Monsanto) unterschreibt: http://umweltinstitut.org/gentechnik/aktionen/onlineaktion_roundup-...
Siehe auch :
Und es geht nicht nur um die gentechnische Verseuchung, sondern auch um Monopole durch Patente auf Pflanzen und Tiere, also um die Macht über unser Essen, siehe Graphik bzw:
https://www.msu.edu/~howardp/seedindustry.html