Wegen mulchen muss man beim Gut Riem am -->Krautgarten-Telephon fragen: wir als -->Bioland -Gärtner dürfen ja nicht alles verwenden (ich nehme an, es ist ein Krautgarten des städtischen Gutes Riem): der Mulch muss rückstandskontrolliert und gemäß regionaler Bioland-Betriebsmittelliste 2015 zugelassen sein (es variiert von Jahr zu Jahr: in Hohenbrunn hatten sie einmal Erde von einem Bauern, die zugelassen war, nächstes Jahr war sie zu belastet und nicht mehr zugelassen).
PS: Ich mulche nicht viel: nur mit den Ernteresten von meiner Parzelle (WaGraDaI: was grad da ist): Radieschenblätter, Fenchelstiele, Karottenkraut, ... (nicht mulchen tue ich mit Kohlblättern: das macht mir einen zu pilzigen Eindruck). So bleiben die Nährstoffe auf der Parzelle und es ist nicht so feucht wie bei dickem Mulch (was in den Gartenbüchern immer steht), sodass sich die Schnecken (die Gammliges und Feuchtes mögen) nicht so wohl fühlen.
Bei den Kartoffeln muss man beim Jäten vorsichtig sein, auch wenn sie zu sehen sind: die beginnen jetzt zu kommen, siehe Diskussion und Bild beim -->Beikraut/Pflanzenraten .
Zum Hacken sagte das Gut Riem bei einer der früheren -->Infoveranstaltungen , dass es das tiefe Wurzelwachstum anregt (vermutlich weil die oberen Wurzeln teilweise abgetrennt werden?) und die Pflanzen durch tiefere Wurzeln resistenter gegen Trockenheit sind (hacken statt viel giessen). Auch wird beim Hacken die Oberflächenkruste und Spalten/Löcher die tief gehen gestopft, d.h. Wasser verdunstet nicht so leicht. Andererseits hole ich durch häten (Mischung aus Hacken und Jäten mit einer -->Wurzelkralle oder einem -->Sauzahn ) auch immer wieder Regenwürmer aus ihrer Ruhe und frage mich auch, ob ich das Bodenleben nicht durcheinanderbringe.
Im Handbuch der kleinen Gemüsekunde (ein PDF, das online ist) bei unseren - ->Garten-Büchern/Links wird das Hacken auch empfohlen, allerdings ohne Begründung.
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Noch jemand Antworten? Mich würde eine genauere Begründung für das Hacken auch interessieren.
wird leicht 2m hoch, blüht ähnlich wie eine Sonnenblume, hat Knollen im Boden, wuchert wie verrückt (wir sollen es nicht pflanzen). Die Knollen kann man essen, siehe Link zu Wikipedia und -->Apothekenrundschau
Das ist vermutlich eine Kartoffel : die beginnen jetzt zu kommen und es gibt auch schon Kartoffelkäfer: oft sind noch vom letzten Jahr welche drin, und oft kommen die früher als die frisch gelegten, weil sie schon länger Zeit hatten im Boden zu wurzeln und zu treiben.
Hallo Jonas, das Kompostbeet als Schneckenfalle zu nutzen ist auf jeden Fall effektiv. So habe ich es in den letzten Jahren auch gehalten, nur waren die Schnecken dieses Jahr schneller da als der Kompost ;) ...
damit hast du völlig recht, da steht so ziemlich alles drin. Klasse, was du jetzt noch alles geschrieben hast! Und dass Schnecken auch an Bohnen und Kartoffelpflanzen gehen, habe ich auch noch nie gehört. Bin mal gespannt, wie das weitergeht, aber es gibt durchaus Möglichkeiten wenn wir uns dafür interessieren. Präsenz auf der Parzelle ist sowieso das Beste, immer wieder schauen, was so kreucht und fleucht.
Ich gebe zu, dass ich ziemlich gebetsmühlenartig auf die -->Bioland-Richtlinien verlinke, sobald es um Regeln oder die Grenzen derselben geht: das Forum schafft Öffentlichkeit und von daher sehe ich es als Admin als meine Pflicht an, bei solchen Gelegenheiten darauf zu verlinken, immer wieder, weil immer wieder Neulinge ins Forum kommen oder möglicherweise nur dieser eine Beitrag gelesen wird ..
Darüber hinaus gab es in Riem zu Zeiten der Pferdewiese (und auf der Seite der Wildnis) durchaus auch Schneckendruck von aussen, der sich (auf meiner Parzelle) ganz gut durch das Kompostbeet (einen Ablageplatz für Kompost) eindämmen ließ: ich habe die Schecken regelmässig abgesammelt (geht natürlich nur wenn man oft am Acker ist) und zurück auf die Wiese/Wildnis geworfen und den Kompost immer wieder aufgelockert, sodass er zwar einen durchgehenden Wall (Schecken lieben Kompost und halten da an) bildet, aber keine schön feuchte Wohnung für viele Schneckeneier .. Es ist leichter, die Schecken aus dem Kompostwall abzusammeln als aus 60qm: nachschauen muss man da aber auch immer wieder, schon wegen der kleinen grauen Nacktschnecken, die überall sind, aber nicht ganz so viel fressen wie die roten Nacktschnecken).
Ich hatte im ersten Jahr Bohnen direkt hinter dem Kompostbeet, die kaum geschädigt waren: ich hatte auch schon mal ein Versuchsbeet in einem Schrebergarten und weiß, dass das auch in komplettem Bohnen-Kahlfraß enden kann, teilweise sogar mit Schneckenkragen: das vermindert den Druck, aber man muss trotzdem kontrollieren, denn manche Schnecken schlängeln sich schräg drüber und kommen trotzdem rein. Ich habe wiederum gelesen, dass ein Kupferblech(-Kragen) sehr wirksam sein soll (das vertragen die Schnecken wohl nicht), aber da Kupfer zwar im Boden natürlich in geringen Spurenmengen vorkommt und sogar im Biolandbau als Funghizid zugelassen ist, aber strengen Mengenregelungen unterliegt (in deutlich kleineren Mengen als in konventionellem Dünger, ich hab mal nachrecherchiert, hier ein -->Link zu einem Artikel über Kupfer von Bioland ), daher wage ich zu bezweifeln, dass wir -->Bioland-Gärtner das verwenden dürfen. Jedenfalls müssen wir am -->Krautgarten-Telephon nachfragen :-) ...
Hier noch der Link zu anderen Schecken-Diskussionen (von dort ist nun auch hierher verlinkt): -->Link
Danke, damit komme ich schon ein ganzes Stück weiter. Schneckenkrägen hören sich auch vielversprechend an. Besonders Danke an Jonas, als Krautgärtner stolpert man immer wieder über die Bioland-Richtlinien :-)
wir haben zwar am acker kaum schnecken, aber zu hause im garten megamäßig viel. ich verwende schneckenkrägen für alles was schnecken lieben. die brauchts auch nur um die jungpflanzen, wenn sie größer sind geb ich sie weg. die kannst du auch ohne nachfragen verwenden.
bei gelbsenf ist das problem, dass dann die fruchtfolge durcheinanderkommt, er soll vor und nach kreuzblütlern (zb kohl, radieschen, rettich) nicht verwendet werden.
Die 7 Krautgärten der Stadtgüter Riem haben eine Regelung: die -->Bioland-Richtlinien .Für die anderen (Nicht-Bioland) Krautgärten der Stadt München gilt laut Beschreibung auf der -->Website : keine Giftkeule, kein Mineraldünger.
Bzgl Bio: bei Saatgut und Jungpflanzen ist die Sache klar (gesetzlich geschütztes Bio-Siegel mit Öko-Kontrollestelle, oder von Bioland bevorzugt: von Naturland, Bioland, Demeter (die alten, strengeren Anbauverbände).
Bei allem anderen müssen wir am -->Krautgarten-Telphon nachfragen, damit das Gut Riem nachsehen kann, ob es z.B. in der regionalen Bioland-Betriebsmittelliste für 2015 enthalten ist (oder beim regionalen Bioland-Verband selber nachfragen kann). Die regionale jährliche Bioland-Betriebsmittelliste basiert auf der jährlichen EU-Bio-FiBL-Betriebsmittelliste, ist i.A. aber strenger (Details bei -->Bioland ).
Wegen mulchen muss man beim Gut Riem am -->Krautgarten-Telephon fragen: wir als -->Bioland -Gärtner dürfen ja nicht alles verwenden (ich nehme an, es ist ein Krautgarten des städtischen Gutes Riem): der Mulch muss rückstandskontrolliert und gemäß regionaler Bioland-Betriebsmittelliste 2015 zugelassen sein (es variiert von Jahr zu Jahr: in Hohenbrunn hatten sie einmal Erde von einem Bauern, die zugelassen war, nächstes Jahr war sie zu belastet und nicht mehr zugelassen).
PS: Ich mulche nicht viel: nur mit den Ernteresten von meiner Parzelle (WaGraDaI: was grad da ist): Radieschenblätter, Fenchelstiele, Karottenkraut, ... (nicht mulchen tue ich mit Kohlblättern: das macht mir einen zu pilzigen Eindruck). So bleiben die Nährstoffe auf der Parzelle und es ist nicht so feucht wie bei dickem Mulch (was in den Gartenbüchern immer steht), sodass sich die Schnecken (die Gammliges und Feuchtes mögen) nicht so wohl fühlen.
Bei den Kartoffeln muss man beim Jäten vorsichtig sein, auch wenn sie zu sehen sind: die beginnen jetzt zu kommen, siehe Diskussion und Bild beim -->Beikraut/Pflanzenraten .
Zum Hacken sagte das Gut Riem bei einer der früheren -->Infoveranstaltungen , dass es das tiefe Wurzelwachstum anregt (vermutlich weil die oberen Wurzeln teilweise abgetrennt werden?) und die Pflanzen durch tiefere Wurzeln resistenter gegen Trockenheit sind (hacken statt viel giessen). Auch wird beim Hacken die Oberflächenkruste und Spalten/Löcher die tief gehen gestopft, d.h. Wasser verdunstet nicht so leicht. Andererseits hole ich durch häten (Mischung aus Hacken und Jäten mit einer -->Wurzelkralle oder einem -->Sauzahn ) auch immer wieder Regenwürmer aus ihrer Ruhe und frage mich auch, ob ich das Bodenleben nicht durcheinanderbringe.
Im Handbuch der kleinen Gemüsekunde (ein PDF, das online ist) bei unseren - ->Garten-Büchern/Links wird das Hacken auch empfohlen, allerdings ohne Begründung.
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Noch jemand Antworten? Mich würde eine genauere Begründung für das Hacken auch interessieren.
Topinambur :
wird leicht 2m hoch, blüht ähnlich wie eine Sonnenblume, hat Knollen im Boden, wuchert wie verrückt (wir sollen es nicht pflanzen). Die Knollen kann man essen, siehe Link zu Wikipedia und -->Apothekenrundschau
2 eigene Bilder vom Acker in Riem und die Blüte aus Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Topinambur
Topinambur-Blüte, Bild: http://de.wikipedia.org/wiki/Topinambur
Das ist vermutlich eine Kartoffel : die beginnen jetzt zu kommen und es gibt auch schon Kartoffelkäfer: oft sind noch vom letzten Jahr welche drin, und oft kommen die früher als die frisch gelegten, weil sie schon länger Zeit hatten im Boden zu wurzeln und zu treiben.
Hallo Jonas,
das Kompostbeet als Schneckenfalle zu nutzen ist auf jeden Fall effektiv. So habe ich es in den letzten Jahren auch gehalten, nur waren die Schnecken dieses Jahr schneller da als der Kompost ;) ...
Hallo Jonas,
damit hast du völlig recht, da steht so ziemlich alles drin.
Klasse, was du jetzt noch alles geschrieben hast! Und dass Schnecken auch an Bohnen und Kartoffelpflanzen gehen, habe ich auch noch nie gehört. Bin mal gespannt, wie das weitergeht, aber es gibt durchaus Möglichkeiten wenn wir uns dafür interessieren. Präsenz auf der Parzelle ist sowieso das Beste, immer wieder schauen, was so kreucht und fleucht.
Ich gebe zu, dass ich ziemlich gebetsmühlenartig auf die -->Bioland-Richtlinien verlinke, sobald es um Regeln oder die Grenzen derselben geht: das Forum schafft Öffentlichkeit und von daher sehe ich es als Admin als meine Pflicht an, bei solchen Gelegenheiten darauf zu verlinken, immer wieder, weil immer wieder Neulinge ins Forum kommen oder möglicherweise nur dieser eine Beitrag gelesen wird ..
Darüber hinaus gab es in Riem zu Zeiten der Pferdewiese (und auf der Seite der Wildnis) durchaus auch Schneckendruck von aussen, der sich (auf meiner Parzelle) ganz gut durch das Kompostbeet (einen Ablageplatz für Kompost) eindämmen ließ: ich habe die Schecken regelmässig abgesammelt (geht natürlich nur wenn man oft am Acker ist) und zurück auf die Wiese/Wildnis geworfen und den Kompost immer wieder aufgelockert, sodass er zwar einen durchgehenden Wall (Schecken lieben Kompost und halten da an) bildet, aber keine schön feuchte Wohnung für viele Schneckeneier .. Es ist leichter, die Schecken aus dem Kompostwall abzusammeln als aus 60qm: nachschauen muss man da aber auch immer wieder, schon wegen der kleinen grauen Nacktschnecken, die überall sind, aber nicht ganz so viel fressen wie die roten Nacktschnecken).
Ich hatte im ersten Jahr Bohnen direkt hinter dem Kompostbeet, die kaum geschädigt waren: ich hatte auch schon mal ein Versuchsbeet in einem Schrebergarten und weiß, dass das auch in komplettem Bohnen-Kahlfraß enden kann, teilweise sogar mit Schneckenkragen: das vermindert den Druck, aber man muss trotzdem kontrollieren, denn manche Schnecken schlängeln sich schräg drüber und kommen trotzdem rein. Ich habe wiederum gelesen, dass ein Kupferblech(-Kragen) sehr wirksam sein soll (das vertragen die Schnecken wohl nicht), aber da Kupfer zwar im Boden natürlich in geringen Spurenmengen vorkommt und sogar im Biolandbau als Funghizid zugelassen ist, aber strengen Mengenregelungen unterliegt (in deutlich kleineren Mengen als in konventionellem Dünger, ich hab mal nachrecherchiert, hier ein -->Link zu einem Artikel über Kupfer von Bioland ), daher wage ich zu bezweifeln, dass wir -->Bioland-Gärtner das verwenden dürfen. Jedenfalls müssen wir am -->Krautgarten-Telephon nachfragen :-) ...
Hier noch der Link zu anderen Schecken-Diskussionen (von dort ist nun auch hierher verlinkt): -->Link
Danke, damit komme ich schon ein ganzes Stück weiter. Schneckenkrägen hören sich auch vielversprechend an. Besonders Danke an Jonas, als Krautgärtner stolpert man immer wieder über die Bioland-Richtlinien :-)
wir haben zwar am acker kaum schnecken, aber zu hause im garten megamäßig viel. ich verwende schneckenkrägen für alles was schnecken lieben. die brauchts auch nur um die jungpflanzen, wenn sie größer sind geb ich sie weg. die kannst du auch ohne nachfragen verwenden.
bei gelbsenf ist das problem, dass dann die fruchtfolge durcheinanderkommt, er soll vor und nach kreuzblütlern (zb kohl, radieschen, rettich) nicht verwendet werden.
Zum Thema Glyphosat noch die Unterschriftenaktion über Campact:
https://www.campact.de/glyphosat/
Die 7 Krautgärten der Stadtgüter Riem haben eine Regelung: die -->Bioland-Richtlinien .Für die anderen (Nicht-Bioland) Krautgärten der Stadt München gilt laut Beschreibung auf der -->Website : keine Giftkeule, kein Mineraldünger.
Bzgl Bio: bei Saatgut und Jungpflanzen ist die Sache klar (gesetzlich geschütztes Bio-Siegel mit Öko-Kontrollestelle, oder von Bioland bevorzugt: von Naturland, Bioland, Demeter (die alten, strengeren Anbauverbände).
Bei allem anderen müssen wir am -->Krautgarten-Telphon nachfragen, damit das Gut Riem nachsehen kann, ob es z.B. in der regionalen Bioland-Betriebsmittelliste für 2015 enthalten ist (oder beim regionalen Bioland-Verband selber nachfragen kann). Die regionale jährliche Bioland-Betriebsmittelliste basiert auf der jährlichen EU-Bio-FiBL-Betriebsmittelliste, ist i.A. aber strenger (Details bei -->Bioland ).