Also nicht ganz so viel Unterschied wie gestern.
Diesmal lag das Thermometer im Vlies nicht etwas versenkt,
in der Kuhle neben den Bio-Jungpflanzen, sondern beide
auf flachem Erdboden, eins auf, eins direkt daneben unter dem Vlies.
Das Frühlingsfest am Tierheim brachte es mit sich, dass keine Parkplätze verfügbar waren
und der Weg auch wegen knapp parkenden Autos kaum passierbar: viele KrautgärtnerInnen
kamen daher vom Gut Riem aus ..
Das Thermometer-Experiment verlief so:
Minimum-Temperatur ohne Vlies: -2 Grad (Lufttemperatur)
Minimum-Temperatur mit Vlies: 2 Grad
Dass es so viel Unterschied sein würde, hatte ich nicht erwartet.
Ich werde die Messung noch einige male wiederholen, um mögliche Fehlerfaktoren
(besserer Kontakt mit wärmerem Boden, ..) auszuschliessen.
Auch ist zu beachten, dass keines der beiden Thermometer geeicht
oder auf korrekte Funktion validiert wurde:
als Wissenschaftler dürfte ich so ein "Messergebnis"
selbst mit solchen Hinweisen natürlich nicht veröffentlichen.
Trotz der Kälte scheint es den Pflanzen gut zu gehen:
auf einer Parzelle war noch alles nicht eingepflanzt
und ohne Vlies (Pflanzen sogar nicht angehäufelt):
ich konnte keine Schäden erkennen.
Auch vom Feldhasen war noch kein Schaden zu erkennen
(zumindest auf obiger Parzelle): dennoch ist auf vielen Parzellen
aus der Erfahrung abgefressener Jungpflanzen heraus Vlies aufgelegt.
Hinweis: morgen (So 30.4.) ist Frühlingsfest im Tierheim:
es ist sehr fraglich, ob man einen Parkplatz bekommt.
Bilder: heute ist Beginn der Niederschlagsmessungen:
der Messbecher steht nun.
Ausserdem habe ich dieses Jahr sogar 2 Minimax-Thermometer installiert:
eins unter einer Schicht Vlies, eins gleich daneben ohne Vlies:
ich bin gespannt, was das Vlies ausmacht (im Rahmen der geringen
Messungenauigkeit dieser Hobby-Thermometer).
ich selber pflanze Blumen immer an das Ende der Wege zwischen den Beeten,
zur NachbarIn hin, und natürlich in Absprache mit selbigeR.
Ich mache mir einen Mittelweg, damit ich zwei Wegenden habe
und mehr Blumen pflanzen kann :-)
Auch die Bienen und anderen Insekten lieben Blumen
(drüben am Gut Riem sind Bienenstöcke und in Grossdorf auch und auch
sonst ist Stadtimkern erfreulicherweise gerade "in"), ausserdem habe ich auch gehört
(aber nicht überprüft), dass Ringelblumen nützlich sind: viele KrautgärtnerInnen
pflanzen die sogar in Mischkultur mitten in die Beete. Dieses Jahr habe ich 20 Sorten Blumen,
ich freue mich schon sehr wenn die blühen. Ein Bienenliebling ist auch Boretsch.
Zum Drahtwurm weiß ich selber nichts (oder ich hab's schon wieder vergessen),
aber vielleicht weiß jemand anderer etwas (Dorle, ... ?).
Oder Du findest Du etwas in den vielen verlinkten Online-Nachschlagewerken etwas,
die wir im Forum gesammelt haben (kannst ja berichten, wenn Du magst): -->Garten-Links/Bücher
Wir haben hier im Forum auch einiges zu -->Mischkultur gesammelt
und zu -->Schädlingen/Nützlingen , dort gab es auch mal etwas zu -->Drahtwürmern .
Nicht pflanzen sollte man auf dem Kompostbeet oder in den allgemeinen Mittelwegen:
das wird immer wieder vom Gut Riem gemäht bzw. gemulcht (zerkleinert).
Viele Grüße,
Jonas
PS: Seeehr viele Blumenbilder im Ackerbericht Riem 2016 -->Link
Die oben erwähnte Abhängigkeit des Wetters bei uns vom Jetstream
kann man auch unter dem Blickwinkel des Polarwirbels sehen (Polar Vortex):
wenn dieser durch das wärmeres arktische Meer keinen einzelnen ultrakalten Druckpol
ausbildet, sondern mehrere Kleine, dann ist das nicht gut für uns GärtnerInnen.
Im Mittel sind die Druck-Pole dann zwar nicht mehr so extrem kalt,
aber immer noch kalt genug um die Pflanzen durch Frost zu schädigen.
Im Gegenzug dringt auch noch mehr warme Luft in die Arktis
und verstärkt den Schmelzprozess noch mehr.
Der Jetstream wird durch die Klimaerwärmung stationärer und welliger,
d.h. im langfristigen statistischen Mittel (Klima) beginnt sich abzuzeichnen
(inzwischen auch mit einer physikalischen Theorie stehender Wellen),
dass extremere Wetterperioden (lang warm, lang kalt) zunehmen.
Die globale, menschengemachte Erwärmung ist intuitiv schwierig erfassbar.
Die Grundphysik dazu wird seit >100 Jahren erforscht, das ist alles abgesichert.
Vor allem angesichts der täglichen und jahreszeitlichen Schwankungen und
widersprüchlich scheinender Kälteperioden ist es intuitiv schwer verständlich.
Beim Jetstream bzw. Polarwirbel sind die verursachten Schwankungen gross,
aber die mittlere Gesamttemperatur der Luftmassen steigt global langsam aber stetig an.
Die Verteilung der Luftmassen hat für uns GärtnerInnen bereits jetzt unangenehme Folgen,
durch immer frühere Blüte und ausgeprägtere arktische Kaltluftausbrüche,
durch die Trockenheit z.B. im Südwesten und Franken, die Rekordhitze in 2015
(die noch durch den halbzyklischen El-Nino verstärkt wurde).
Es ist schwierig die 0,1 bis 0,2 Grad Celsius pro Jahrzehnt zu "sehen", aber
langfristig zeigen alle Indikatoren das (mehr Extremwetter, mehr warme
Extremwetter als kalte, gemessene Temperatur, Satellitendaten (untere
Schicht wärmer, es gibt aber auch welche die dadurch kälter werden),
Luftfeuchtigkeit in der Luft gestiegen (wärmere Luft hält mehr Wasser),
frühere Vegetationsbeginn, Migration von Spezies, Meeresspiegelanstieg,
usw. usw. usw.
Es gibt auch keine andere plausible Erklärung als die Veränderungen durch uns Menschen
(Sonnenintensität nimmt momentan eher ab, auch wenn sie sehr langfristig (Millionen Jahre) zunimmt),
natürliche Schwankungen verursachen keinen Warm-Trend, und eigentlich
müsste es nach den Eiszeitzyklen nun eher langsam wieder kälter werden, ...).
Es gab natürlich schon immer Klimawandel, aber die menschlichen Zivilisationen
haben sich alle in der geologisch relativ kurzen Zeit der letzten 8000 Jahre entwickelt:
wir gebieten nicht nur der Eiszeit Einhalt, wir entfachen ein Feuer:
der Unterschied zwischen einer Eiszeit und einer Warmzeit wie jetzt sind
ca 4-5 Grad Celsius, 2 Grad (oder wenn wir soviel tun wie in Paris bis
jetzt angekündigt: 2,7-3,5 Grad) sind alles andere als vernachlässigbar:
2 Grad Erwärmung gegenüber der vorindustriellen Phase wird hart werden
von den Folgen her, die ja schon bei knapp 1 Grad Celsius jetzt schlimm sind
(Dürren (wärmer, mehr Verdunstung), Fluten (wenn die Luft dann gesättigt
ist, mehr Wasser), Klimaverschiebungen, biologische Folgen (Korallensterben,
Artensterben, Ernteausfälle, ..) Meeresspiegel z.B. in Miami), aber 3,5 Grad
wären eine Katastrophe, die ausserdem noch mehr Selbstverstärkungseffekte
lostreten könnte (Methan im Permafrost schmilzt, ..)
Material:
Siehe Sammlung oben in diesem Beitrag: -->Link
In Riem war der Schnee der Nacht nach der -->Parzellen-Übergabe schon wieder abgeschmolzen.
Die Pflanzen unter mehreren Schichten Vlies schienen wohlauf,
aber auch Pflanzen unter nur einer Lage Vlies und solche die einfach so
auf den Parzellen geblieben waren, waren wohlauf, auch Fenchel ohne Vlies.
Der Feldweg war sehr matschig und der Mittelweg im Acker noch viel matschiger,
in den Wegen zwischen den Beeten stand teilweise Wasser.
Hallo Jonas, ich habe gehört, dass die Blumen wie Ringlblumen am Ende des Feldes auch gegen Schädlinge wie den Drahtwurm geeignet wären.
Was hältst du davon und kann man am Ende hinter der Pazelle einfach etwas wie Ringlblumen und Klatschmohn pflanzen ? Bezugsquellen wäre ja wie du schon geschrieben hattest der Bioladen oder Bioland per Versand ...
Tag 4 des Krautgarten-Übergabe-Marathons (zur Halbzeit eine tiefe Verneigung vor Ruth Kleinöder und dem Team)
Wieder eine besondere Übergabe: das Wetter: kalt, regnerisch, Schnee angesagt. Der Jungpflanzenverkauf war nicht direkt am Acker sondern drüben im Gut Riem und begann schon parallel zur Verlosung am Acker drüber um 17:00.
Zur Frage, ob man nicht Verlosung und Jungpflanzenverkauf allgemein parallel machen kann, kann ich nun aus eigener Erfahrung (Ausgabe Steckzwiebeln in Aschheim) sagen: Nein, denn: die Leute hören so schon oft genug nicht, dass sie bei der Verlosung dran sind. Wenn jemand dann in der Reihe bei den Jungpflanzen ansteht, hört er/sie natürlich erst recht nicht: das würde die Verlosung zum endlosen Martyrium für alle machen: das ist nicht praktikabel (ich habe es mich selber manchmal gefragt, aber nun verstehe ich: es geht nur, wenn Verlosung und Verkauf an Orten sind, die deutlich ausserhalb vermeintlicher Rufweite sind: dann ist klar, man muss zu zweit aufschlagen und einer geht zur Verlosung, einer zum Verkauf, wenn man es optimieren will; und selbst dann geht das nur, wenn das Team vom Gut Riem genügend Personal zur Verfügung hat).
Aber das hatten wir ja schon mal: Verkauf drüben im Gut Riem. Diesmal war es aber noch spezieller: die Zufahrt zum Acker war (trotz Absperrungsband des Gutes Riem!) blockiert, das Team vom Gut Riem konnte nicht hineinfahren. Sie sind kurzerhand anders herum bis zu dem Bolzplatz gefahren (weiter ging nicht) und haben dort die Verlosung gemacht, nur wenige hundert Meter mehr zu Fuss für die Krautgärtner. Nicht nur ist das Aufstellen der Jungpflanzen bei diesem Wetter (aber was will man machen, der Termin musste irgendwann an die 650 Leute mit all dem Familienanhang kommuniziert werden) eigentlich eine Zumutung für jeden Gärtner/Landwirt, und dann auch noch der Stress, wenn die sorgfältige Orga wegen Widrigkeiten nicht reibungslos klappt. Aber egal, das kleine, phantastische Team vom Gut Riem hat die Sache gerettet und am Schluss hatten alle glücklich ihre Hinweise im Kopf und die Parzellennummer und die Steckzwiebeln in der Hand ..
Das Sammeln der Jungpflanzen in Kuhlen und Abdecken mit Vlies war eine Schlammschlacht .. es beginnt .. der Acker .. langsam aber sicher füllt sich die Wohnung .. mit Sand und Erde .. bis alles voll mit Sand und Erde ist .. ;-) .. Für Neulinge schwer vorstellbar ist, dass der blosse Boden in 2 Monaten berstend vor Grün (zuviel, wenn man ihm keinen kontrollierenden Einhalt gebietet) sein wird, siehe die älteren Ackerberichte .. (Links unten).
Kurzer Bilder-Bericht:
Diesmal wollte ich auch den Jungpflanzenverkauf am Gut Riem dokumentieren: mangels Zeit ging das nur davor:
Ruth Kleinöder und ein Kollege von den Stadtgütern haben gerade den Lastwagen mit den Verlosungsutensilien fertiggemacht:
Während der komplett fertig aufgebaute einzigartige Bio-Jungpflanzenverkauf des Gutes Riem
für die Bio-KrautgärtnerInnen der Stadtgüter München (SGM), betreut durch das Gut Riem,
schon seines Einsatzes harrt:
Drüben am Acker beginnen sich die KrautgärtnerInnen zu sammeln, ahnend, dass der
Jungpflanzenverkauf wie letztes Jahr am Gut Riem selbst sein wird, da nichts davon zu sehen ist ..
ausser den Früchten der Arbeit des Teams vom Gut Riem: die Jungpflanzen des Krautgarten-Standards
sind auf allen Parzellen bereits ausgelegt: bei diesem Wetter ist das
schieben der Schubkarren mit den Jungpflanzen durch den Acker Schwerstarbeit,
und auch für den Rücken ist das Ablegen anstrengend: trotzdem muss man genau sein,
auf jede Parzelle muss genau die richtige Menge an Bio-Jungpflanzen liegen,
und man muss immer nachsehen, ob Nieten dabei sind und gegebenenfalls ersetzen ..
Nachdem der Wagen vorne am Feldweg nicht mehr durchkam, tauchte er irgendwann hinten
am Bolzplatz auf und noch bevor Ruth Kleinöder die KrautgärtnerInnen erreichte, um die
Situation zu erklären, machten sich diese folgerichtig auf den Weg zum neuen Verlosungsort
Dann sammelten sich die KrautgärtnerInnen eben dort ..
Besonderheit in Riem: eine 270qm Monsterparzelle, die sich eine 5-Familien-Acker-WG teilt ..
Neuer Sammlungsort aus der Nähe:
Die Verlosung beginnt nach letzten Hinweisen:
Und schon wandern die KrautgärtnerInnen zurück zum Acker um die Parzellen in Besitz zu nehmen:
Blick auf die voll entfachte Schlammschlacht:
Bye bye Riem ..
Laut Vorhersage wird das Wetter bald sonniger, sodass man dann die "eingeschlagenen"
(in eine Kuhle gesetzten und mit Erde angehäufelten) Bio-Jungpflanzen, die grossenteils mit Vlies
abgedeckt wurden (wegen Kälte und in Riem wegen der (geschützten) Feldhasen),
einsetzen kann. Für die wärmeliebenden Pflanzen vom Bio-Jungpflanzenverkauf und
auch die aus Bio-Saatgut auf Bio-Erde angezogenen Pflanzen muss man auch dann noch warten,
zumindest wenn man an alte Bauernregeln wie die -->"Eisheiligen" glaubt ..
Alles neu macht der Mai: auch das Wetter ..
Noch kein Niederschlag im Messbecher, fing aber bald danach an zu regnen.
Termperatur-Experiment, Minimal-Temperatur, Messung 2:
Also nicht ganz so viel Unterschied wie gestern.
Diesmal lag das Thermometer im Vlies nicht etwas versenkt,
in der Kuhle neben den Bio-Jungpflanzen, sondern beide
auf flachem Erdboden, eins auf, eins direkt daneben unter dem Vlies.
Das Frühlingsfest am Tierheim brachte es mit sich, dass keine Parkplätze verfügbar waren
und der Weg auch wegen knapp parkenden Autos kaum passierbar: viele KrautgärtnerInnen
kamen daher vom Gut Riem aus ..
Das Thermometer-Experiment verlief so:
Dass es so viel Unterschied sein würde, hatte ich nicht erwartet.
Ich werde die Messung noch einige male wiederholen, um mögliche Fehlerfaktoren
(besserer Kontakt mit wärmerem Boden, ..) auszuschliessen.
Auch ist zu beachten, dass keines der beiden Thermometer geeicht
oder auf korrekte Funktion validiert wurde:
als Wissenschaftler dürfte ich so ein "Messergebnis"
selbst mit solchen Hinweisen natürlich nicht veröffentlichen.
Trotz der Kälte scheint es den Pflanzen gut zu gehen:
auf einer Parzelle war noch alles nicht eingepflanzt
und ohne Vlies (Pflanzen sogar nicht angehäufelt):
ich konnte keine Schäden erkennen.
Auch vom Feldhasen war noch kein Schaden zu erkennen
(zumindest auf obiger Parzelle): dennoch ist auf vielen Parzellen
aus der Erfahrung abgefressener Jungpflanzen heraus Vlies aufgelegt.
Hinweis: morgen (So 30.4.) ist Frühlingsfest im Tierheim:
es ist sehr fraglich, ob man einen Parkplatz bekommt.
Bilder: heute ist Beginn der Niederschlagsmessungen:
der Messbecher steht nun.
Ausserdem habe ich dieses Jahr sogar 2 Minimax-Thermometer installiert:
eins unter einer Schicht Vlies, eins gleich daneben ohne Vlies:
ich bin gespannt, was das Vlies ausmacht (im Rahmen der geringen
Messungenauigkeit dieser Hobby-Thermometer).
Siehe auch: -->Parzellenübergabe Riem 2017
Siehe auch: -->Frühlingsfest am Tierheim
Und natürlich, wie so oft: das Ackergefühl ..

Hallo Jonas , vielen Dank . Das hilft mir erst mal weiter . Schönes Wochenende !
Hallo Sascha,
ich selber pflanze Blumen immer an das Ende der Wege zwischen den Beeten,
zur NachbarIn hin, und natürlich in Absprache mit selbigeR.
Ich mache mir einen Mittelweg, damit ich zwei Wegenden habe
und mehr Blumen pflanzen kann :-)
Auch die Bienen und anderen Insekten lieben Blumen
(drüben am Gut Riem sind Bienenstöcke und in Grossdorf auch und auch
sonst ist Stadtimkern erfreulicherweise gerade "in"), ausserdem habe ich auch gehört
(aber nicht überprüft), dass Ringelblumen nützlich sind: viele KrautgärtnerInnen
pflanzen die sogar in Mischkultur mitten in die Beete. Dieses Jahr habe ich 20 Sorten Blumen,
ich freue mich schon sehr wenn die blühen. Ein Bienenliebling ist auch Boretsch.
Zum Drahtwurm weiß ich selber nichts (oder ich hab's schon wieder vergessen),
aber vielleicht weiß jemand anderer etwas (Dorle, ... ?).
Oder Du findest Du etwas in den vielen verlinkten Online-Nachschlagewerken etwas,
die wir im Forum gesammelt haben (kannst ja berichten, wenn Du magst): -->Garten-Links/Bücher
Wir haben hier im Forum auch einiges zu -->Mischkultur gesammelt
und zu -->Schädlingen/Nützlingen , dort gab es auch mal etwas zu -->Drahtwürmern .
Nicht pflanzen sollte man auf dem Kompostbeet oder in den allgemeinen Mittelwegen:
das wird immer wieder vom Gut Riem gemäht bzw. gemulcht (zerkleinert).
Viele Grüße,

Jonas
PS: Seeehr viele Blumenbilder im Ackerbericht Riem 2016 -->Link
Die oben erwähnte Abhängigkeit des Wetters bei uns vom Jetstream
kann man auch unter dem Blickwinkel des Polarwirbels sehen (Polar Vortex):
wenn dieser durch das wärmeres arktische Meer keinen einzelnen ultrakalten Druckpol
ausbildet, sondern mehrere Kleine, dann ist das nicht gut für uns GärtnerInnen.
Im Mittel sind die Druck-Pole dann zwar nicht mehr so extrem kalt,
aber immer noch kalt genug um die Pflanzen durch Frost zu schädigen.
Im Gegenzug dringt auch noch mehr warme Luft in die Arktis
und verstärkt den Schmelzprozess noch mehr.
Der Jetstream wird durch die Klimaerwärmung stationärer und welliger,
d.h. im langfristigen statistischen Mittel (Klima) beginnt sich abzuzeichnen
(inzwischen auch mit einer physikalischen Theorie stehender Wellen),
dass extremere Wetterperioden (lang warm, lang kalt) zunehmen.
Die Bilder sind aus dem Video des Artikels zum Bericht:
https://www.skepticalscience.com/5-yr-arctic-study.html
Direkter Link zum Bericht:
https://www.amap.no/swipa2017
Allgemein:
Die globale, menschengemachte Erwärmung ist intuitiv schwierig erfassbar.
Die Grundphysik dazu wird seit >100 Jahren erforscht, das ist alles abgesichert.
Vor allem angesichts der täglichen und jahreszeitlichen Schwankungen und
widersprüchlich scheinender Kälteperioden ist es intuitiv schwer verständlich.
Beim Jetstream bzw. Polarwirbel sind die verursachten Schwankungen gross,
aber die mittlere Gesamttemperatur der Luftmassen steigt global langsam aber stetig an.
Die Verteilung der Luftmassen hat für uns GärtnerInnen bereits jetzt unangenehme Folgen,
durch immer frühere Blüte und ausgeprägtere arktische Kaltluftausbrüche,
durch die Trockenheit z.B. im Südwesten und Franken, die Rekordhitze in 2015
(die noch durch den halbzyklischen El-Nino verstärkt wurde).
Es ist schwierig die 0,1 bis 0,2 Grad Celsius pro Jahrzehnt zu "sehen", aber
langfristig zeigen alle Indikatoren das (mehr Extremwetter, mehr warme
Extremwetter als kalte, gemessene Temperatur, Satellitendaten (untere
Schicht wärmer, es gibt aber auch welche die dadurch kälter werden),
Luftfeuchtigkeit in der Luft gestiegen (wärmere Luft hält mehr Wasser),
frühere Vegetationsbeginn, Migration von Spezies, Meeresspiegelanstieg,
usw. usw. usw.
Es gibt auch keine andere plausible Erklärung als die Veränderungen durch uns Menschen
(Sonnenintensität nimmt momentan eher ab, auch wenn sie sehr langfristig (Millionen Jahre) zunimmt),
natürliche Schwankungen verursachen keinen Warm-Trend, und eigentlich
müsste es nach den Eiszeitzyklen nun eher langsam wieder kälter werden, ...).
Es gab natürlich schon immer Klimawandel, aber die menschlichen Zivilisationen
haben sich alle in der geologisch relativ kurzen Zeit der letzten 8000 Jahre entwickelt:
wir gebieten nicht nur der Eiszeit Einhalt, wir entfachen ein Feuer:
der Unterschied zwischen einer Eiszeit und einer Warmzeit wie jetzt sind
ca 4-5 Grad Celsius, 2 Grad (oder wenn wir soviel tun wie in Paris bis
jetzt angekündigt: 2,7-3,5 Grad) sind alles andere als vernachlässigbar:
2 Grad Erwärmung gegenüber der vorindustriellen Phase wird hart werden
von den Folgen her, die ja schon bei knapp 1 Grad Celsius jetzt schlimm sind
(Dürren (wärmer, mehr Verdunstung), Fluten (wenn die Luft dann gesättigt
ist, mehr Wasser), Klimaverschiebungen, biologische Folgen (Korallensterben,
Artensterben, Ernteausfälle, ..) Meeresspiegel z.B. in Miami), aber 3,5 Grad
wären eine Katastrophe, die ausserdem noch mehr Selbstverstärkungseffekte
lostreten könnte (Methan im Permafrost schmilzt, ..)
Material:
Siehe Sammlung oben in diesem Beitrag: -->Link
Siehe auch:

https://www.skepticalscience.com/global-warming-keeps-on-keeping-on.html
In Riem war der Schnee der Nacht nach der -->Parzellen-Übergabe schon wieder abgeschmolzen.
Die Pflanzen unter mehreren Schichten Vlies schienen wohlauf,
aber auch Pflanzen unter nur einer Lage Vlies und solche die einfach so
auf den Parzellen geblieben waren, waren wohlauf, auch Fenchel ohne Vlies.
Der Feldweg war sehr matschig und der Mittelweg im Acker noch viel matschiger,
in den Wegen zwischen den Beeten stand teilweise Wasser.
Hallo Jonas, ich habe gehört, dass die Blumen wie Ringlblumen am Ende des Feldes auch gegen Schädlinge wie den Drahtwurm geeignet wären.
Was hältst du davon und kann man am Ende hinter der Pazelle einfach etwas wie Ringlblumen und Klatschmohn pflanzen ? Bezugsquellen wäre ja wie du schon geschrieben hattest der Bioladen oder Bioland per Versand ...
https://biogartenversand.de/index.php?cPath=2&osCsid=ekn4k7i3gitcvvg3nd3dm3m010
Beste Grüße, Sascha
Riem, home sweet home ..
Tag 4 des Krautgarten-Übergabe-Marathons (zur Halbzeit eine tiefe Verneigung vor Ruth Kleinöder und dem Team)
Wieder eine besondere Übergabe: das Wetter: kalt, regnerisch, Schnee angesagt. Der Jungpflanzenverkauf war nicht direkt am Acker sondern drüben im Gut Riem und begann schon parallel zur Verlosung am Acker drüber um 17:00.
Zur Frage, ob man nicht Verlosung und Jungpflanzenverkauf allgemein parallel machen kann, kann ich nun aus eigener Erfahrung (Ausgabe Steckzwiebeln in Aschheim) sagen: Nein, denn: die Leute hören so schon oft genug nicht, dass sie bei der Verlosung dran sind. Wenn jemand dann in der Reihe bei den Jungpflanzen ansteht, hört er/sie natürlich erst recht nicht: das würde die Verlosung zum endlosen Martyrium für alle machen: das ist nicht praktikabel (ich habe es mich selber manchmal gefragt, aber nun verstehe ich: es geht nur, wenn Verlosung und Verkauf an Orten sind, die deutlich ausserhalb vermeintlicher Rufweite sind: dann ist klar, man muss zu zweit aufschlagen und einer geht zur Verlosung, einer zum Verkauf, wenn man es optimieren will; und selbst dann geht das nur, wenn das Team vom Gut Riem genügend Personal zur Verfügung hat).
Aber das hatten wir ja schon mal: Verkauf drüben im Gut Riem. Diesmal war es aber noch spezieller: die Zufahrt zum Acker war (trotz Absperrungsband des Gutes Riem!) blockiert, das Team vom Gut Riem konnte nicht hineinfahren. Sie sind kurzerhand anders herum bis zu dem Bolzplatz gefahren (weiter ging nicht) und haben dort die Verlosung gemacht, nur wenige hundert Meter mehr zu Fuss für die Krautgärtner. Nicht nur ist das Aufstellen der Jungpflanzen bei diesem Wetter (aber was will man machen, der Termin musste irgendwann an die 650 Leute mit all dem Familienanhang kommuniziert werden) eigentlich eine Zumutung für jeden Gärtner/Landwirt, und dann auch noch der Stress, wenn die sorgfältige Orga wegen Widrigkeiten nicht reibungslos klappt. Aber egal, das kleine, phantastische Team vom Gut Riem hat die Sache gerettet und am Schluss hatten alle glücklich ihre Hinweise im Kopf und die Parzellennummer und die Steckzwiebeln in der Hand ..
Das Sammeln der Jungpflanzen in Kuhlen und Abdecken mit Vlies war eine Schlammschlacht .. es beginnt .. der Acker .. langsam aber sicher füllt sich die Wohnung .. mit Sand und Erde .. bis alles voll mit Sand und Erde ist .. ;-) .. Für Neulinge schwer vorstellbar ist, dass der blosse Boden in 2 Monaten berstend vor Grün (zuviel, wenn man ihm keinen kontrollierenden Einhalt gebietet) sein wird, siehe die älteren Ackerberichte .. (Links unten).
Kurzer Bilder-Bericht:
Diesmal wollte ich auch den Jungpflanzenverkauf am Gut Riem dokumentieren: mangels Zeit ging das nur davor:

Ruth Kleinöder und ein Kollege von den Stadtgütern haben gerade den Lastwagen mit den Verlosungsutensilien fertiggemacht:
Während der komplett fertig aufgebaute einzigartige Bio-Jungpflanzenverkauf des Gutes Riem

für die Bio-KrautgärtnerInnen der Stadtgüter München (SGM), betreut durch das Gut Riem,
schon seines Einsatzes harrt:
Drüben am Acker beginnen sich die KrautgärtnerInnen zu sammeln, ahnend, dass der

Jungpflanzenverkauf wie letztes Jahr am Gut Riem selbst sein wird, da nichts davon zu sehen ist ..
ausser den Früchten der Arbeit des Teams vom Gut Riem: die Jungpflanzen des Krautgarten-Standards
sind auf allen Parzellen bereits ausgelegt: bei diesem Wetter ist das
schieben der Schubkarren mit den Jungpflanzen durch den Acker Schwerstarbeit,
und auch für den Rücken ist das Ablegen anstrengend: trotzdem muss man genau sein,
auf jede Parzelle muss genau die richtige Menge an Bio-Jungpflanzen liegen,
und man muss immer nachsehen, ob Nieten dabei sind und gegebenenfalls ersetzen ..
Nachdem der Wagen vorne am Feldweg nicht mehr durchkam, tauchte er irgendwann hinten

am Bolzplatz auf und noch bevor Ruth Kleinöder die KrautgärtnerInnen erreichte, um die
Situation zu erklären, machten sich diese folgerichtig auf den Weg zum neuen Verlosungsort
Dann sammelten sich die KrautgärtnerInnen eben dort ..
Besonderheit in Riem: eine 270qm Monsterparzelle, die sich eine 5-Familien-Acker-WG teilt ..

Neuer Sammlungsort aus der Nähe:
Die Verlosung beginnt nach letzten Hinweisen:

Und schon wandern die KrautgärtnerInnen zurück zum Acker um die Parzellen in Besitz zu nehmen:

Blick auf die voll entfachte Schlammschlacht:

Bye bye Riem ..

Laut Vorhersage wird das Wetter bald sonniger, sodass man dann die "eingeschlagenen"

(in eine Kuhle gesetzten und mit Erde angehäufelten) Bio-Jungpflanzen, die grossenteils mit Vlies
abgedeckt wurden (wegen Kälte und in Riem wegen der (geschützten) Feldhasen),
einsetzen kann. Für die wärmeliebenden Pflanzen vom Bio-Jungpflanzenverkauf und
auch die aus Bio-Saatgut auf Bio-Erde angezogenen Pflanzen muss man auch dann noch warten,
zumindest wenn man an alte Bauernregeln wie die -->"Eisheiligen" glaubt ..
Siehe auch:
-->Krautgarten-Parzellenvergabe Berg am Laim 2017 (Tag 1)
-->Krautgarten-Parzellenvergabe Gronsdorf 2017 (Tag 2)
-->Krautgarten-Parzellenvergabe Aschheim (2017) (Tag 3)
-->Links zu allen Parzellenübergaben aller Jahre (im Forum, es gab vorher schon einige)
-->Notizen zu den Informationsveranstaltungen 2017 des Gutes Riem
-->Bezugsquellen für Bio-Saatgut und Bio-Jungpflanzen
-->Unsere Bioland-Richtlinien für den Anbau
-->Unsere Wetter-Links
-->Links (Forum-Übersicht auf der Startseite)