Fr 20.6.2014 , 21:00: Endlich Regen: ca 5-6 mm Niederschlag im Messbecher. Neu: Statistik als Graphik. Hier einmal die Graphik als Bild, sonst nur der Link zur aktuellsten Version. Update der Graphik nicht jeden Tag, aktuellste Graphik siehe -->Niederschlagsmessung im Forum .
Regen vermutlich in der Nacht von Donnerstag auf Freitag. Boden oben meist feucht, aber nicht nass. An einigen Stellen unter dichten Pflanzen oben trocken.
Ja, das mit dem Mangold und Salat vom Rand ernten mach ich auch so und funktioniert bis jetzt einwandfrei. Ich habe aber auch gelesen, dass man den Fenchel so ernten kann, dass er nochmal kommt. Hat das schon jemand probiert und wie genau funktioniert das?
Ja, gibts immer wieder. Jedoch kommt es auch vor, dass Frauen ihre Männer aufs Feld schicken zum Ernten und die dann die Parzelle verwechseln... Ich kenn da zwei so Geschichten. Einmal wurde fremd geerntet, einmal fremd gejätet. Letzteres könnte ja öfter mal vorkommen...
das ist leider immer mal wieder Thema. Bei Garten-Genossenschaften wie dem Kartoffelkombinat tritt das natürlich kaum auf (oder es fällt aufgrund der Menge des Gemüses nicht auf), aber die sind weit, weit draussen ... Ich weiß nicht, was in solchen Menschen vorgeht.
Man kann da vermutlich nichts machen, ausser Leute, die man verdächtigt (falls vorhanden) über die viele Mühe zu informieren. Oder wenn es sich wiederholt, die Parzelle mit Schnüren abhängen und evtl. einen der Flyer vom Gut Riem in eine Klarsichthülle ...
Es bleibt schwierig: der Krautgarten ist ein kleines Paradies auf Erden, aber eben nur auf Erden ...
Mi 18.7.2014 , 21:00: immer noch kein Niederschlag im Messbecher. An umgegossenen Stellen in den Wegen ist der Boden teilweise schon rissig (siehe Bild). Freitag könnte aber laut Wetteronline etwas Regen fallen ( -->Link ).
Die Kartoffeln blühen inzwischen, Kohlrabi teilweise schon erntefähig, teilweise sogar fast auch Fenchel, die Erbsen werden langsam dicker (ich ernte sie am liebsten im Zwischenstadium zwischen sehr schmal und Erben ausgereift und schneide diese Zuckererbsen in den Salat). Spinat inzwischen grossenteils schossend/blühend: ich hab die restlichen Blätter abgeerntet und nun stehen die nach den Eisheiligen ausgesäten Bohnen alleine auf dem Beet (mit den Spinatresten als -->Mulch/Wikipedia ).
Letztes Bild: vermutlich eine verpuppte Marienkäferlarve.
Heute war ich mit meinem Sohn auf dem Feld und wir haben sehr viele kleine Käfer, 4 große und ein paar orange Eier entfernt. Auch bei unseren Nachbarn haben wir die Tierchen entfernt. Da ja jetzt so viele Leute in Urlaub sind, ist es gut mal links und rechts mit zu schauen. Gerdi hat mir den Tipp gegeben, die kleinen braunen Käfer in einem Eimer mit ein bisschen Wasser zu sammeln. Die großen muss man leider mit einem Stein töten, da sie im Wasser nicht so schnell sterben.
So 15.6.2014 , 21:00: kein Niederschlag im Messbecher seit Freitag ...
Gemäß dem Motto "Ich kenne den Mann im Spiegel zwar nicht, aber ich rasiere ihn trotzdem" habe ich eine erfahrene Krautgärtnerin gefragt, was ich da bei meinen Nachbarn als Urlaubsvertretung eigentlich giesse: es sind -->Auberginen (sieht aus wie ein kleiner Eichenspross): ob die wohl noch zur Fruchtreife kommen?
Mangold kann man sogar total abschneiden und er kommt wieder (z.B. wenn man ein zu grosses -->Blattlausproblem hat; wenn er nicht zu klein war), aber es dauert viel länger als wenn man ihm immer genug Blätter lässt, damit er viel Sonnenenergie und Kohlenstoff über die restlichen Blätter ziehen kann. Ich habe mal interessehalber eine Mangoldwurzel im Herbst ausgegraben: die ging erstaunlich tief und war erstaunlich gross ... Ich ernte die Blätter immer dann, wenn ich merke, dass sie bald welk werden würden (kleine Löcher, Beginn gelber Stellen, kleine Punkte, sehr dunkle Farbe, festere Blattstruktur: dann haben sie die meisten Inhaltsstoffe, auch wenn sie dann nicht mehr so zart wie die inneren Blätter sind).
Man kann nicht nur beim Mangold die äusseren Blätter ernten, sondern auch beim Salat : ich ernte Salat seit Ende Mai, und hab bisher nur paar Eissalat-Köpfe abgeschnitten (und das auch nur, weil die leicht faulig werden). Irgendwann beginnen dann die Salate natürlich zu schossen, aber solange sie nicht zu ledern/bitter sind, kann man sie auch weiter auspflücken. Ich persönlich finde das Auspflücken sehr produktiv (man muss aber Zeit haben, oft am Acker zu sein): meine letzten Batavia-Salate haben letzte Saison erst im Herbst den Geist aufgegeben (nachdem lange Zeit die roten Kopfsalate vom Durchhalten her im Vorteil schienen). Ich schneide die Schosse dann systematisch ab oder nehme das Herz heraus, wenn es sich nach oben wölbt, dann wird der Salat nicht ganz so ledern/bitter und die Energie geht weniger ins Blühen ... Die Salate sehen dann wie kleine Weihnachtsbäume aus: unten am Stamm aussen ausgepflückt, oben will er hoch hinaus und blühen ... Vorteil des Auspflückens: früher Erntebeginn, spätes Ernteende, keine Flut von Salatköpfen (dafür eine nicht enden wollende lose-Blatt-Sammlung vom Salat-Blättern, die man sofort essen muss: ich esse seit Wochen viele Salatblätter pro Tag (1-2 Schüsseln), ohne einen einzigen Salat abgeschnitten zu haben (bei 60qm und Glück mit der Fruchtbarkeit der Parzelle). Andererseits wachsen aus den abgeschnittenen Salat-Strünken oft 2-4 kleine Salatsprosse (der Fenchel macht das auch, wenn man ihn abschneidet), die man wiederum auspflücken oder abschneiden kann. Wobei ich finde, dass neue Salat-Jungpflanzen produktiver als abgeschnittene sind.
Die anderen Ernte-Varianten haben also auch ihre Vorteile. Man ja alles drei ausprobieren: auspflücken, abschneiden, neu pflanzen. Welche Variante mehr (Gewichts-)Ertrag bringt, habe ich nicht gemessen, aber für mich selber ist Auspflücken am effektivsten (höchster Nutzungs-Ertrag), weil ich dann kaum Salatköpfe verschenken muss (wenn zu viele auf einmal fertig sind).
Viele Grüße, Jonas
PS: Ich bin noch kein alter Hase, nur ein 3-Ender, d.h. ich bin erst im vierten Jahr.
Hallo Rita,da hast Du genau den richtigen Tip gekriegt;wenn Du immer die äußeren Blätter erntest,wächstder Mangold wunderbar weiter&Du hast die ganze Saisonüber Mangold!Ich hatte gestern auch schondie erste Portion Mangoldgemüse...Grüße,Cordula
Fr 20.6.2014 , 21:00: Endlich Regen: ca 5-6 mm Niederschlag im Messbecher. Neu: Statistik als Graphik. Hier einmal die Graphik als Bild, sonst nur der Link zur aktuellsten Version. Update der Graphik nicht jeden Tag, aktuellste Graphik siehe -->Niederschlagsmessung im Forum .
Regen vermutlich in der Nacht von Donnerstag auf Freitag. Boden oben meist feucht, aber nicht nass. An einigen Stellen unter dichten Pflanzen oben trocken.
Ja, das mit dem Mangold und Salat vom Rand ernten mach ich auch so und funktioniert bis jetzt einwandfrei. Ich habe aber auch gelesen, dass man den Fenchel so ernten kann, dass er nochmal kommt. Hat das schon jemand probiert und wie genau funktioniert das?
Ja, gibts immer wieder. Jedoch kommt es auch vor, dass Frauen ihre Männer aufs Feld schicken zum Ernten und die dann die Parzelle verwechseln... Ich kenn da zwei so Geschichten. Einmal wurde fremd geerntet, einmal fremd gejätet. Letzteres könnte ja öfter mal vorkommen...
Hallo Oliver,
das ist leider immer mal wieder Thema. Bei Garten-Genossenschaften wie dem Kartoffelkombinat tritt das natürlich kaum auf (oder es fällt aufgrund der Menge des Gemüses nicht auf), aber die sind weit, weit draussen ... Ich weiß nicht, was in solchen Menschen vorgeht.
Man kann da vermutlich nichts machen, ausser Leute, die man verdächtigt (falls vorhanden) über die viele Mühe zu informieren. Oder wenn es sich wiederholt, die Parzelle mit Schnüren abhängen und evtl. einen der Flyer vom Gut Riem in eine Klarsichthülle ...
Es bleibt schwierig: der Krautgarten ist ein kleines Paradies auf Erden, aber eben nur auf Erden ...
Viele Grüße,
Jonas
Mi 18.7.2014 , 21:00: immer noch kein Niederschlag im Messbecher. An umgegossenen Stellen in den Wegen ist der Boden teilweise schon rissig (siehe Bild). Freitag könnte aber laut Wetteronline etwas Regen fallen ( -->Link ).
Die Kartoffeln blühen inzwischen, Kohlrabi teilweise schon erntefähig, teilweise sogar fast auch Fenchel, die Erbsen werden langsam dicker (ich ernte sie am liebsten im Zwischenstadium zwischen sehr schmal und Erben ausgereift und schneide diese Zuckererbsen in den Salat). Spinat inzwischen grossenteils schossend/blühend: ich hab die restlichen Blätter abgeerntet und nun stehen die nach den Eisheiligen ausgesäten Bohnen alleine auf dem Beet (mit den Spinatresten als -->Mulch/Wikipedia ).
Letztes Bild: vermutlich eine verpuppte Marienkäferlarve.
So 15.6.2014 , 21:00: kein Niederschlag im Messbecher seit Freitag ...
Gemäß dem Motto "Ich kenne den Mann im Spiegel zwar nicht, aber ich rasiere ihn trotzdem" habe ich eine erfahrene Krautgärtnerin gefragt, was ich da bei meinen Nachbarn als Urlaubsvertretung eigentlich giesse: es sind -->Auberginen (sieht aus wie ein kleiner Eichenspross): ob die wohl noch zur Fruchtreife kommen?
(Quelle Bild: http://de.wikipedia.org/wiki/Aubergine ).
Hallo RIta,
Mangold kann man sogar total abschneiden und er kommt wieder (z.B. wenn man ein zu grosses -->Blattlausproblem hat; wenn er nicht zu klein war), aber es dauert viel länger als wenn man ihm immer genug Blätter lässt, damit er viel Sonnenenergie und Kohlenstoff über die restlichen Blätter ziehen kann. Ich habe mal interessehalber eine Mangoldwurzel im Herbst ausgegraben: die ging erstaunlich tief und war erstaunlich gross ... Ich ernte die Blätter immer dann, wenn ich merke, dass sie bald welk werden würden (kleine Löcher, Beginn gelber Stellen, kleine Punkte, sehr dunkle Farbe, festere Blattstruktur: dann haben sie die meisten Inhaltsstoffe, auch wenn sie dann nicht mehr so zart wie die inneren Blätter sind).
Man kann nicht nur beim Mangold die äusseren Blätter ernten, sondern auch beim Salat : ich ernte Salat seit Ende Mai, und hab bisher nur paar Eissalat-Köpfe abgeschnitten (und das auch nur, weil die leicht faulig werden). Irgendwann beginnen dann die Salate natürlich zu schossen, aber solange sie nicht zu ledern/bitter sind, kann man sie auch weiter auspflücken. Ich persönlich finde das Auspflücken sehr produktiv (man muss aber Zeit haben, oft am Acker zu sein): meine letzten Batavia-Salate haben letzte Saison erst im Herbst den Geist aufgegeben (nachdem lange Zeit die roten Kopfsalate vom Durchhalten her im Vorteil schienen). Ich schneide die Schosse dann systematisch ab oder nehme das Herz heraus, wenn es sich nach oben wölbt, dann wird der Salat nicht ganz so ledern/bitter und die Energie geht weniger ins Blühen ... Die Salate sehen dann wie kleine Weihnachtsbäume aus: unten am Stamm aussen ausgepflückt, oben will er hoch hinaus und blühen ... Vorteil des Auspflückens: früher Erntebeginn, spätes Ernteende, keine Flut von Salatköpfen (dafür eine nicht enden wollende lose-Blatt-Sammlung vom Salat-Blättern, die man sofort essen muss: ich esse seit Wochen viele Salatblätter pro Tag (1-2 Schüsseln), ohne einen einzigen Salat abgeschnitten zu haben (bei 60qm und Glück mit der Fruchtbarkeit der Parzelle).
Andererseits wachsen aus den abgeschnittenen Salat-Strünken oft 2-4 kleine Salatsprosse (der Fenchel macht das auch, wenn man ihn abschneidet), die man wiederum auspflücken oder abschneiden kann. Wobei ich finde, dass neue Salat-Jungpflanzen produktiver als abgeschnittene sind.
Die anderen Ernte-Varianten haben also auch ihre Vorteile. Man ja alles drei ausprobieren: auspflücken, abschneiden, neu pflanzen. Welche Variante mehr (Gewichts-)Ertrag bringt, habe ich nicht gemessen, aber für mich selber ist Auspflücken am effektivsten (höchster Nutzungs-Ertrag), weil ich dann kaum Salatköpfe verschenken muss (wenn zu viele auf einmal fertig sind).
Viele Grüße,
Jonas
PS: Ich bin noch kein alter Hase, nur ein 3-Ender, d.h. ich bin erst im vierten Jahr.
Bin gerade dabei die Mangoldblätter klein zuschneiden wird kurz blachiert und ab in den Gefrierschrank.
Mußte nämlich auch den ersten Salat ernten. Freue mich schon auf eine schöne Salatschüssel.
Ich habe festgestellt, dass man als Neuling noch ganz schön dazu lernen muß.
Aber es ist sehr interessant sich mit den alten Hasen (bitte nicht falsch verstehen) zu unterhalten und nützliche Tipps zu bekommen.
Gruß Rita