Interessanter Artikel und Bericht zu regionalem/städtischem Gärtnern in USA (englisch):
http://www.ucsusa.org/food_and_agriculture/solutions/big_picture_solutions/market-forces.html
Interessante Spinne habe ich heute gesehen ... (vermutlich -->Vierfleck-Kreuzspinne ) ... hat sich nur noch sehr langsam bewegt, wegen niedriger Temperatur ... sieht grösser aus als sie ist (Körper ca. 1cm): das Heupferd ist mit ca. 5 cm viel grösser -->Link
Trotz Herbst immer noch schöne Blumen ...
Es gibt eine neue Website über die Urbanen Gärten München s, mit Hinweisen zu den meisten urbanen Gärten in München, mit Informationen über das Netzwerk (Organisatoren, Organisationen, Ansprechpartnern, ...), inhaltlichen Informationen zum Thema Gärtnern, und schwarzem Brett (Suche, Biete, Ideen, Neues, Termine).
Sehr zu empfehlen!
http://urbane-gaerten-muenchen.de
Unter dem Titel " Eine andere Welt ist pflanzbar " hat Ella von der Haide 4 Dokumentarfilme zum Thema Urbanes Gärtnern und Gemeinschaftsgärten gedreht.
Ich habe die Filme, die man (gegen ein paar Euro Kostenbeteiligung für jeden) bei einem -->Krautgartentreffen ansehen könnte (Location vorausgesetzt, wir könnten z.B. beim ökologischen Bildungszentrum fragen).
Link zu den Filmen: http:://www.eine-andere-welt-ist-pflanzbar.de
Das Umweltinstitut München hat eine Zeitschrift, die " Münchner Stadtgespräche " (auch als PDF-Download):
http://www.umweltinstitut.org/stadtgespraeche/msg/magazine.html
Zum Beispiel das Heft 04/2012 über Natur in der Stadt , wo es auch um Anbau in der Stadt geht (auch die Krautgärten werden erwähnt):
http://www.umweltinstitut.org/stadtgespraeche/download/m_stadtgespr...
Das Umweltinstitut München macht zur Zeit eine -->Aktion gegen das Agrargift Glyphosat und hat dazu einen interessanten - bzw. eigentlich schrecklichen - Beitrag zum Thema des weltweit meistverwendeten Unkrautvernichtungsmittels "Roundup" erstellt, das Glyphosat und andere hochgiftige Zusatzstoffe enthält, um die Wirkung des Totalherbizids Glyphosat noch zu steigern.
-->Link zum Artikel über die "Neben"wirkungen von Roundup/Glyphosat beim Umweltinstitut München
Zum Glück unterliegen die Krautgärten den -->BIOLAND-Richtlinien , sodass so etwas strikt verboten ist. Wenn man sich die Schäden ansieht, die Roundup/Glyphosat verursacht, sollte es generell verboten werden (aber dem stehen die Milliardeninteressen von Konzernen wie -->Monsanto entgegen).
Bei KrautgärtnerInnen rennt ein solcher Hinweis vermutlich nur offene Türen ein, aber dennoch:
in der aktuellen Sonderausgabe des "Greenpeace-Magazin" geht es um das Thema Ernährung:
http://www.greenpeace-magazin.de/aktuell/2012/08/17/was-wir-essen/
Am Rande des Krautgarten-Themas:
das "Earth Policy Institute" von Lester R. Brown
beschäftigt sich mit dem Thema weltweite Ernährungssicherheit
und anderen damit eng verbundenen Umweltthemen:
Neben Pflanzen, GärtnerInnen, Hasen, Blattläusen, Marienkäfern, Marienkäfer-Larven, Kartoffelkäfern, Fliegen, Motten, Raupen, Würmern, Milben, Pilzen, Bienen, Ameisen, Vögeln, und auf dem Nebengrundstück auch Pferden ... wurde auch folgender Bewohner gesichtet:
PS: Könnte sich evtl. um ein "grosses Heupferd" handeln: http://www.insektenbox.de/heusch/grheup.htm
Hallo liebe Mitgartler. Angeregt von den vielen leckeren Rezepten ging ich heute voller Vorfreude auf meinen Acker um eine sehr umsorgte große runde Zuccini zu ernten. Und - siehe da - jemand hatte mir die Ernte bereits abgenommen. Anscheinend bedienen sich Spaziergänger an dem Gemüse, denn ich kann nicht glauben, daß ein Krautgartler so etwas machen würde. Hat jemand von Euch ähnliche Erfahrungen??
Am Rande des Krautgarten-Themas (leider nur englisch verfügbar):
Das Worldwatch Institute gibt den Eating Planet - Nutrition Today" - Bericht heraus.
On Thursday, June 28, the Worldwatch Institutes Nourishing the Planet project and the Barilla Center for Food and Nutrition will release Eating PlanetNutrition Today : A Challenge for Mankind and for the Planet in New York City. Today, Nourishing the Planet highlights a contributing author of Eating Planet, and shares his views on how to fix the broken food system.
...
Für über das Thema Krautgarten hinaus
weitergehend am Thema Ernährung Interessierte:
interessanter Blog über globale Ernährungsfragen
-->Nourishing the Planet des -->Worldwatch Institute .
Am 24.04. wurde uns die Parzelle Nr. 24 übergeben ....
... nass und grau war es - doch die Pflanzen mussten in den Boden, egal ob Wirbelsäule verspießt und die Füße zentnerschwer, von der vielen Erde die an den Schuhen klebte .... nicht nur mich erfasste nach vollbrachter Arbeit eine gewisse Glückseeligkeit
.... auch mit Vliess sieht es noch sehr karg aus ....
Ich war neulich wegen des Themas "Urban Gardening" auf einer Veranstaltung des "Netzwerk Umweltbildung": das war auch für mich, der ich nicht in der Umwelt-Bildung arbeite, sehr interessant.
Hier gibt es die Newsletter dazu, mit den Protokollen der Veranstaltungen und anderen Terminen und Hinweisen: http://www.mobilspiel.de/Oekoprojekt/down.html#netz
Große Auswahl an Bio-Pflanzen und -Saatgut.
Fachvorträge und Exkursionen.
Info unter www.herrmannsdorfer.de mit vier Seiten Übersicht, mit Anfahrtskizze - auch öffentlich.
Große Auswahl an Bio-Pflanzen und -Saatgut.
Fachvorträge und Exkursionen.
Info unter www.herrmannsdorfer.de mit vier Seiten Übersicht, mit Anfahrtskizze - auch öffentlich.
ZDF Nachtstudio
22. April 2012Sendung am 22. April 2012, 0.35 Uhr Sendung am 22. April 2012, 0.35 Uhr
Sehr geehrte Zuschauerinnen und Zuschauer,
am 22. April heißt das Thema in Volker Panzers nachtstudio:
URBAN GARDENING DIE GRÜNE ZUKUNFT DER STÄDTE?
Sehnsuchtsort Garten: Was jahrzehntelang in Deutschland als Inkarnation spießbürgerlicher Idylle belächelt und bespöttelt wurde und in Gestalt des Gartenzwerges seine grässliche Symbolfigur fand, erfährt in den letzten Jahren neue Beachtung und Bewertung. Guerilla Gardening war zunächst ein subtiles Mittel politischen Protests im öffentlichen Raum; mit dem heimlichen Bepflanzen von Brachflächen und Baumscheiben, dem Verteilen von Samenbomben, wollten ihre Aktivisten Zeichen gegen die inhumane Stadt aus Beton, Stahl und Glas setzen. Mittlerweile ist diese illegale Form der Gärtnerei vielen finanzschwachen Stadtverwaltungen, denen das Geld für die Pflege kommunaler Flächen fehlt, hochwillkommen.
DIE GÄSTE DER SENDUNG SIND
- die Gärtnerin und Landschaftsarchitektin Gabriella Pape, die in der königlichen Gartenakademie (Berlin) Schaugärten aufbaut und eine Gartenschule für Laien betreibt,
- der Journalist und seit 2008 Verleger der Wochenzeitschrift der Freitag, Jakob Augstein, dessen Buch Die Tage des Gärtners. Vom Glück im Freien zu sein, gerade erschienen ist,
- der Geologe, Philosoph und Journalist Martin Rasper, der Mitglied ist im Münchner Gemeinschaftsgarten-Projekt Opflanzt is!
sowie
- die Soziologin Christa Müller, die nachhaltige Lebensstile und neue Wohlstandsmodelle erforscht.
MODERATION
Volker Panzer
Das Buch zum Thema:
Jakob Augstein: Die Tage des Gärtners. Vom Glück, im Freien zu sein. Hanser Verlag, München 2012.
WIEDERHOLUNG DER SENDUNG
gelegentlich sonntags, 13 Uhr und 22.30 Uhr auf Phoenix und im Internet über www.nachtstudio.zdf.de
IHRE MEINUNG
Wenn Sie uns Anregungen, Kritik oder Lob schicken wollen - dann schreiben Sie uns eine E-Mail an
nachtstudio@zdf.de.
Oder diskutieren Sie in unserem Forum mit unter:
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Freunde für einen Sommer lang
Basilikum fuhlt sich wohl in der Umgebung von warmeliebenden Pflanzen wie Gurken, Fenchel, Tomaten oder Paprika. Es fordert den Fruchtansatz, indem es bestaubende Insekten anlockt und verzogert bei Gurken den Ausbruch von Mehltau.
Bohnenkraut gehort aufs Bohnenbeet. Es schutzt die Hulsenfruchte vor Schwarzen Bohnenlausen und verbessert deren Geschmack. Auch Salat und Rote Bete schatzen dessen Nachbarschaft.
Borretsch passt gut zu Kohlrabi und anderen Kohlarten, außerdem zu Kartoffeln, Salat und Buschbohnen. Seine Bluten werden scharenweise von Insekten besucht. Borretsch ist ein Schwergewicht unter den Krautern. Er benotigt eine Flache von mindestens 30 x 30 cm. Um zu verhindern, dass er das Gemuse zu sehr bedrangt, pflanzt man ihn an den Rand des Beetes. Wird er zu machtig, reißt man die Pflanze aus und lasst sie als Mulch liegen. Man kann auch einzelne Triebe abschneiden. Die jungen, zarten, klein geschnittenen Blattchen verleihen Blattsalaten eine besondere Note, die Bluten sehen hubsch in Sommersalaten aus.
Dill fordert das Auflaufen von Mohrensamen. In seiner Nahe fuhlen sich auch Salat, Kohlrabi, Tomaten, Zwiebeln oder Erdbeeren wohl. Dill ist ein Doldenblutler und wird wegen seines offen dargebotenen Nektars gerne von Schwebfliegen angeflogen. Deren Larven ernahren sich von Blattlausen. Befindet sich in der Nahe der Nektarquelle eine Lauskolonie, legen die Schwebfliegen dort ihre Eier ab. Da Dill wie alle Doldenblutler eine Pfahlwurzel besitzt, ist es besser ihn direkt an Ort und Stelle auszusaen als ihn zu verpflanzen. Vor allem bei warmer, trockener Witterung nimmt er Ortswechsel sehr ubel.
Pfefferminze und Kohl passen gut zusammen. Beide mogen gleichmaßig feuchten Boden. Mit Pfefferminze eingerahmte Kohlbeete halten außerdem Kohlweißlinge auf Abstand. Der Krauterstreifen sollte auf allen Seiten mindestens 30 cm breit sein.
Kamillen suchen sich den passenden Platz im Garten oft selbst aus. Kopfkohl, Bohnen, Erbsen, Mohren, Spinat, Salat, Lauch, Sellerie und Zwiebeln schatzen die Nahe dieses Korbblutlers.
Kapuzinerkresse eignet sich gut als Begleitpflanze und Bodendecker fur langsam wachsende Kulturen wie Fenchel oder Sellerie. Man muss allerdings auf ausreichend Abstand achten und verhindern, dass die Blutenpflanze das Gemuse uberwuchert.
Da Kapuzinerkresse wie Kohlgewachse mit ihrem Senfol-Duft Kohlweißlinge anlockt, sollten die beiden nicht in enger Nachbarschaft stehen. Denn die Gefahr ist groß, dass die Kohlweißlingsraupen nicht nur uber die Kapuzinerkresse herfallen, sondern auch uber die Kohlblatter. Kapuzinerkresse beschattet gerne den Boden zwischen den Kartoffelreihen. Um ihre Startbedingungen zu verbessern, ist es ratsam, die Pflanzen vorzuziehen.
Ringelblumen durfen in keinem Garten fehlen. Mit ihrer knallorangen Blutenfarbe leuchten sie zwar gegen viele anderen Blumen an und veranstalten im Staudenbeet ein Farbchaos. Umso besser vertragen sie sich jedoch mit nahezu allen Gemusen und Salaten: Bohnen, Gurken, Kohlgewachse, Mohren, Kopfsalat, Tomaten, Paprika, Fenchel und vielen anderen. Sie keimen problemlos, wachsen zugig und bedecken rasch kahle Flachen. Nehmen sie uberhand, rupft man uberzahlige Pflanzen aus und lasst sie als Mulch liegen. Die Bluten locken viele Insekten an und getrocknet liefern sie einen hervorragenden Tee.
*kostenloser Newsletter nach Anmeldung 14-tägig
Könnt Ihr mir bitte helfen da ich seit Tagen rätsle, wieviel Fläche mir bei meinen 30 qm zur eigenen Bepflanzung bleibt.
Mein Stückchen ist in Trudering. Wieviele Jungpflanzen folgender Sorten können wir am Anfang pflanzen????
Wahrscheinlich ist die Frage saublöd, aber wie gesagt blutiger Anfänger. Erdbeeren, Knollensellerie,
Zucchini, Gartengurken, Peperoni, verschiedene Kräuter , Lauch z.B Was wird das ca. kosten und wie lang und
wie breit ist mein Stücklein Land.
Inhalt:
- Überblick
- Ablauf
- Gelernt
- Impressionen (Bilder, mit Kommentaren)
Überblick
Meine erste Saison hat mich so sehr begeistert, dass ich beschlossen habe, http://www.krautgarten-forum.de für den Austausch der KrautgärtnerInnen einzurichten, aus rein praktischen Gründen, aber auch für die allgemeine Vernetzung, siehe meinen Blog-Beitrag " Warum Krautgarten-Forum " zu den Möglichkeiten.
Mein Ziel in der ersten Saison war einfach nur Spass zu haben und zu lernen, ohne Druck, den ich mir selber mache (PS von 2015: Ziel verfehlt, ich hab mir natürlich doch Druck gemacht, aber im Lauf der Jahre wird man gelassener).
Die nächste Saison sehne ich schon herbei: nach der Arbeit mit dem Fahrrad von der Strasse abzubiegen und nicht gleich nachhause zu fahren, sondern zuerst über den Feldweg kurz oder länger zum Krautgarten zu fahren und dort etwas zu machen oder auch nur zu ernten hat mein Leben sehr, sehr bereichert: Ausgleich zur Büroarbeit, direkter Bezug zur Natur und dadurch viel mehr Naturbeobachtung, ein Teil Selbstversorgung und Unabhängigkeit aber auch Abhängigkeit vom Wetter, körperliche Betätigung (pumpen, giessen, jäten, ernten, ...) oder einfach nur mit weitem, weichen Blick den Acker überfliegen und zu den Pferden rüberschauen oder sehen wie es die Acker-Nachbarn machen und sich mit ihnen unterhalten ... (siehe Bilder unten).
Ablauf
Freitag den 6.Mai war die Verlosung der Parzellennummern und Übergabe der Parzellen am Standort Riem (je Standort ein anderer Tag). An meinem Standort waren es geschätzt 40 x 30m2 und 20 x 60m2 Parzellen. Zuerst gab es ein paar Infos (organisatorisch und Hinweis auf die Bioland-Richtlinien ).
Dann wurden die Parzellennummern verlost: in diesmal umgekehrt alphabetischer Reihenfolge musste man ein Zettelchen ziehen. In der Warteschlange gab es schon erste nette Gespräche mit Mit-KrautgärtnerInnen. Dann haben die meisten die Jungpflanzen eingesetzt: ein Teil der Furchen ist vorbepflanzt, die restlichen Jungpflanzen müssen aus Kosten-, Frostgefahr- und Bewässerungsgründen selbst eingesetzt werden (was ich sehr vernünftig finde, ausserdem kann man die Pflanzen dann in der Dichte und Anordnung setzen, in der man will). Weiter konnte man noch frostgefährdete Jungpflanzen kaufen und entweder das Risiko eingehen und sie gleich einpflanzen oder noch mit nachhause nehmen.
Wegen der Hasen und Kohlfliegen sollte man insbesondere Kohl (und Salat) mit Vlies abdecken, einige Tage später kam ein Hasenzaun um den Acker herum. Am Anfang war es sehr trocken und man sollte den Boden wegen Erdfloh(?) nicht zu trocken werden lassen: am Standort ist ein Pumpbrunnen und Giesskannen. Nur am ersten Tag, wenn sehr viele Leute gleichzeitig da sind, ist es empfehlsam zusätzlich noch eine eigene Giesskanne mitzubringen.
Beim Einpflanzen gab es weitere nette Gespräche. Es waren auch zwei Kindergärten da, und auch die Gärtnerin von der Krautgarten-Organisation und ihre AssistentInnen haben eine Parzelle. Das Publikum ist sehr gemischt: von ganz jung bis alt, mit und ohne Kinder, Zuagroaste und Münchner.
Der Pflanzplan für 2011 (das ändert sich jedes Jahr) war:
(die Beete 6-10 waren schon bepflanzt, die Beete 1-5 musste man selber einpflanzen, bzw. konnte noch etwas zu den bereitgestellten Jungpflanzen dazupflanzen: gekaufte Bio-Jungpflanzen oder eigene Jungpflanzen), die Nummern sind die Beetnummern, bei einem 60qm-Beet sind es doppelt so viele Pflanzen, bzw. 4m lange Reihen statt 2 m lange (das 30qm Ackerstück ist 2m * 15m gross):
Bild: Pflanzplan 2011 (Achtung: jedes Jahr anders!!!)
Ich hab vorne im freien Bereich gleich noch weitere zugekaufte Kräuter gepflanzt. Später, als Radieschen und Spinat im Lauf der Zeit als erste abgeerntet waren, kamen noch Kürbis, Paprika und Melone dazu, die ich nicht gleich eingepflanzt habe sondern zuerst am Balkon frostgeschützt aufgestellt habe. Zucchini und Peperoni-Jungpflanzen waren schon ausverkauft: Zucchini hab ich dann selber gesät. Ausserdem hab ich Bio-Zuckererbsen, diverse Bio-Kräuter und verschiedene Bio-Bohnensorten selbst angesät (nachdem mir wegen Giessfehler am Anfang einige Kohl-Pflanzen eingegangen waren).
Später gab es dann noch mal die Gelegenheit Jungpflanzen am Standort (am nahen Münchner Stadtgut Riem) nachzukaufen: Batavia, Basilikum, Blaukraut, Blumenkohl, Brokkoli, Chinakohl, Wilde Rauke, Endivien, Eichblatt, Eisberg, Feldsalat, Grünkohl, Kohlrabi, Kopfsalat, Löwenzahn, Mangold, Pak Choi, Porree, Radichio, Romana, Rosenkohl, Rotkohl, Schnittknoblauch, Spinat, Weißkohl, Wirsing, Lauchzwiebel, Zuckerhut. Ich habe Lauch, Radichio, Grünkohl, Rosenkohl, Chinakohl, Endiviensalat nachgekauft und eingepflanzt.
Als ich dann dieses Forum eingerichtet hatte, habe ich den Ackerbericht für den Standort Riem begonnen.
Rückgabe der Parzellen war am 13.November: kurz vorher habe ich meine Rankhilfen (Stöcke) entfernt und alles Verbliebene abgeerntet.
Gelernt
Das Schöne am Krautgarten ist - neben vielen anderen Dingen - auch, dass viele Menschen in vergleichbarer Lage alles Mögliche ausprobieren (im Rahmen der Bioland-Richtlinien natürlich). Man kann sich am Acker (oder nun auch hier im allgemeinen Diskussions-Forum oder in den Gruppen für die Standorte ) austauschen oder auch direkt sehen, was die andere tun, und wie sich Massnahmen auswirken, was es noch für Gemüse gibt, usw.
Meine erste gelernte Lektion war, dass man Jungpflanzen bis zum Anwachsen oft/reichlich giessen sollte, wenn es sehr trocken ist: ich habe nach dem Einpflanzen gegossen, hatte aber am zweiten Tag keine Zeit und am dritten erst spät am Tag: das hat die Jungpflanzen sehr mitgenommen, mir sind sogar einige Jungpflanzen eingegangen und ich war sehr betrübt, aber dann hat mich eine Gärtnerin getröstet, dass das durchaus mal vorkommen kann. Ich hätte anfangs mehr giessen sollen, da der Boden vom April sehr, sehr trocken war. Ein Vlies am Anfang hätte vielleicht auch gegen die Verdunstung geholfen:
Die zweite Lektion betrifft Folien/Vlies (siehe auch die Forumsdiskussion zu Arbeitsgeräten und Hilfsmitteln und die Forumsdiskussion zu Bezugsquellen ) ich hatte mir ein "Vlies" aus verrottbarer Maisstärke gekauft, aber dieses war mehr wie eine Folie, bei der ich Angst hatte, sie könnte die Jungpflanzen erdrücken. Ich habe sie daher auf kleine Stöckchen mit Schutz gegen Durchstechen gespannt, aber der Wind, der zu dieser Zeit kräftig (und trocken war) hat die Folie mehr auf die Pflänzchen "geschlagen" als sie zu schützen. Ich habe dann eine Weile ganz ohne Folie gearbeitet ( PS 2015: in Riem sind inzwischen viele dazu übergegangen biegsame Kabelrohre aus dem Baumarkt mit Vlies zu überspannen: wenn man die Rohre tief als Bogen in den Boden steckt kann man so einen schönen Tunnel bauen: mir selber ist das aber zu aufwendig: ich nehme nur Vlies und danach (wenn es zu warm wird, so ab 24 Grad) Netze, gegen den Feldhasen, und später nehme ich meist auch das Netz ab, muss dann aber die weisse Fliege am Kohl händisch abmachen: das Gut selber macht Netz über Kohl und Lauch (Lauchfliege, wurmiger Lauch) ).
Später habe ich zum Schutz von Kohl und Mangold (dem es lange Zeit schlecht ging) ein Kunststoff-Vlies über die Pflanzen gelegt und mit Steinen am Rand vor dem Wegfliegen geschützt (Steine sind genug am Acker): das Vlies ist so leicht, dass man es in Wellen über die Jungpflanzen legen kann, sodass diese nicht zerdrückt werden und es hat so viele Maschen, dass kein Regen darauf liegen bleibt (und drückt) oder sich (wie bei der Maisstärke-Folie) Kondenswasser unter der Folie bildet.
Weiter hat das Vlies (bzw. später ein Netz mit weiteren Maschen, durch das man auch hindurchgiessen kann, das aber Kohlfliegen nicht durchlässt) sehr wachstumsfördernde Wirkung. Ich konnte den Unterschied zu den Nachbarn auf einer Seite deutlich sehen: dort gedieh alles Bestens und wuchs viel schneller: das Vlies hält Verdunstungswasser und ist nachts ein Kälteschutz. Allerdings sahen meine Salate grüner aus als die unter dem Vlies. Man kann den Wuchs steuern, indem man einen Teil der Pflanzen unter dem Vliese lässt und einen Teil ohne Vliese lässt, damit nicht alles auf einmal reif wird.
Die dritte Lektion betrifft das Ernten (siehe auch die Forumsdiskussion zum Ernten ) anfangs habe ich die ganzen Salatköpfe abgeschnitten, bis ich auf einer Nachbarparzelle sah, wie jemand systematisch die unteren Salatblätter entfernte und in eine Tüte packte, auch bei den Nicht-Pflücksalaten seitdem habe ich immer nur die untersten Blätter mitgenommen und hatte nie mehr plötzlich 3 reife Salate auf einmal Das Auspflücken hat auch den Vorteil, dass man die Ausbreitung von faulen Stellen früh verhindert und die Salate gesund bleiben. Ich habe das selbst mit Eissalat gemacht und war dann froh darum, weil der (als es dann zu viel regnete) innen teilweise faul wurde: ich hatte aber schon viel von ihm gehabt.
Von einer Nachbarin habe ich gelernt, dass man die Salate abschneiden kann (wenn man nicht auspflücken mag) und die Wurzeln stehenlassen: der Salat wächst dann nach. Bei einem Nachbarn kamen teilweise auch nochmals richtige Köpfe, bei mir mehr mehrstielige "Salate", die festere Blätter hatten und sehr bald zu schiessen drohten (ich habe dann einfach die Schösslinge abgeschnitten), aber trotzdem gut auspflückbar waren. Ergiebiger waren aber die Jungpflanzen.
Das Auspflücken habe ich auch auf alle anderen möglichen Pflanzen angewendet. Der Broccoli wurde bei mir nichts (schöne Blume :-) , aber ): damit kann man das angeblich auch machen, und mit Grünkohl, usw. Bei den Kohlköpfen habe ich es auch probiert (geht auch, sind halt nicht so zart, die Blätter, ich habe aber auch irgendwo gelesen, dass das Entblättern die Pflanze schwächen kann: da muss ich noch mehr nachlesen).
Vierte Lektion betrifft die Schnecken : ich hatte noch ein winziges Versuchsbeet im Schrebergarten einer Freundin: dort haben mir die Schnecken alles ratzekahl aufgefressen, mehrfach, trotz Schneckenzauns Am Acker: kein Problem: ich hatte ganz am Ende - zum Kompostbeet hin - auch Bohnen stehen: es gab nur minimalen Frass Die Schnecken haben sich vornehmlich auf den Kompost gestürzt und ich habe sie - um die nicht ausufern zu lassen - zurück ins Baumgrundstück nebenan geworfen.
Andere Krautgärtner hatten allerdings Probleme mit Schnecken (nicht weit von meiner Parzelle): dort war der Salat aber näher zu den Bäumen hin angepflanzt (nur eine Vermutung, dass das der Grund gewesen sein könnte).
Da der (Riemer) Acker aus zwei Reihen besteht, mit einem inneren Weg, macht die Vorgabe der Krautgarten-Organisation, den Kompost am äusseren Weg abzulegen einen wirklich positiven Effekt für die Schnecken.
Fünfte Lektion: Am Balkon hatte ich monströse Zucchinipflanzen, am Acker waren sie ziemlich kümmerlich: ich habe die selbst angesät, aber wohl zu spät. Nächste Saison mache ich die Jungpflanzenaussaat früher und setze sie früher und als stärkere Pflänzchen in den Acker. Sie brauchen halt viel Platz (mein Balkon war zu einem Drittel vollgewachsen mit Zucchini ).
Sechste Lektion: selbst mit Bio-Saatgut am Balkon angesät/gezogen habe ich Bantam-Mais, Zucker-Erbsen (da werde ich noch mehr davon anpflanzen, die haben dauerhaft Freude gemacht und waren eine Dauerzutat für den Salat), Bohnen (verschiedene Varianten: Buschbohnen und Stangenbohnen waren sehr ergiebig, die Saubohnen haben zwar heftig geblüht, trugen aber in dieser Saison kaum Früchte, andere GärtnerInnen haben aber Erfolg damit).
Die Stangenbohnen dürfen beim Keimen nicht zu feucht sein, sonst gehen sie ein. Die Buschbohnen sind so robust, dass ein Vorweichen und direktes Auspflanzen in den Acker auch gut funktioniert hat (dritte Auspflanzung, sind aber dann schon erfroren, das war zu spät).
Siebte Lektion: wenn der zweite Schub geerntet ist, was dann nachpflanzen ? (siehe auch die Forumsdiskussion zum Nachpflanzen )? Gut gefallen und geschmeckt haben mir Radieschensprossen (richtige Radieschen wurden es nicht mehr), Salatrauke (die kam sehr gut mit Regen und Kälte im September zurecht) und Grünkohl (davon werde ich nächste Saison mehr nachpflanzen). Auch Salat gab es bis fast zum Schluss (siehe oben: auspflücken ). Endiviensalat am Balkon säen hat nicht geklappt, aber den gab es ja auch als Jungpflanze zu kaufen, diese Pflanzen waren bis zum Schluss ergiebig (siehe auspflücken oben). Hier gibt es sicher noch viel auszuprobieren.
Achte Lektion: im Frühjahr fällt mehr Arbeit an, als im Herbst : man muss öfter giessen, wenn es trocken ist, weil sich nachts nicht so viel Feuchtigkeit wie im Herbst niederschlägt und im Frühjahr, ist der Beikrautdruck durch die Wärme und die Kleinheit der Jungpflanzen noch grösser.
PS: Neunte Lektion: an einem Kohlkopf, der noch nicht "voll" war (anfangs sind die eher blättrig, aber schon kopfartig) hatte ich Kohlfliegenbefall (da waren sehr viele Fliegen drin und wohl auch Gelege/Würmer). Ich habe die zerdrückt und den Kopf ausgespült: das hat ihn wohl gerettet. Also: immer in die (noch unvollen, lockeren) Köpfe gucken und nachsehen, ob noch alles in Ordnung ist.
Impressionen (Bilder)
(Leider nur unscharfes) Bild vom ersten Tag (Vergabe der Parzellen): man kann aber ahnen, dass sehr viele Leute herumwuseln und alle ihre auf der Parzelle stehenden Jungpflanzen einsetzen (den "inneren" Teil, der "äussere" ist vorbepflanzt):
(PS 2015: Inzwischen gibt es viele (schärfere) Bilder von den Parzellenübergaben aller Standorte: -->Link )
Bild: Meine Parzelle am 28. Juni (mit Netz über Kohl, Mangold und Sellerie).
Bild: Mein Lieblingswerkzeug (in zwei Ausführungen: oben: Bonsai-Werkzeug, stabil, etwas schwerer; unten: leichtes "Drahtwerkzeug", nicht so stabil; mit beiden kann man sehr genau jäten, d.h. man macht nicht aus Versehen Nutzpflanzen kaputt. Beide eignen sich ausserdem gut zum Auskratzen der Schuh-Profile nach getaner Arbeit :-) ...). Siehe auch die Forumsdiskussion zu Hilfsmitteln und Arbeitsgeräten .
Bild: Blick über die Nachbarparzellen
Bild: Pflücksalat:
Bild: Zuckererbsen (erste Aussaat, Ambrosia, alte Sorte (Saatgut aus dem Bioladen):
Bild: am Ende der kleinen Wege zwischen den Beeten habe ich Blumen gepflanzt (und mit Steinen umgeben, damit ich mich erinnere, dass da etwas sein soll und es nicht mit Beikraut verwechsle). Hier sind sie noch nicht aufgeblüht. Die Bienen waren oft da, aber auch an den anderen Pflanzen, insbesondere am ...
Bild: Boretsch (einer der Lieblinge der Bienen; gelb im Hintergrund die nun schon aufgeblühten Ringelblumen):
Bild: Miniatur-Hokkaido-Kürbis
Bild: Hokkaido, schon etwas grösser; oben: Kürbisblüte. Er wurde leider nicht sehr gross, weil der Mehltau die Pflanze langsam absterben liess. Nächstes Jahr werde ich versuchen mit Schachtelhalm gegen den Mehltau vorzusorgen, siehe die Diskussion im Forum über die Bioland-Richtlinien .
Bild: erntereifer Fenchel und nachgepflanzter Fenchel
Bild: Jungpflanzen am Balkon (da hab ich vielleicht etwas übertrieben, dies ist nur ein Bruchteil meiner Jungpflanzen ... :-) ... manches kann man auch einfach direkt im Acker aussäen oder vorquellen lassen und dann direkt aussäen (Bohnen, Erbsen, ...), habe ich festgestellt.
Bild: Mangold: da habe ich immer die äusseren Blätter abgeschnitten und hatte bis zum Schluss immer knackige Blätter. Den Mangold hab ich am Schluss ausgerissen, weil ich neugierig war, wie die Wurzeln aussehen: ziemlich gross und dick und verzweigt (leider kein Photo gemacht):
Bild: Weisskohl. Einen Kopf hab ich gerettet, indem die den Kohlfliegenbefall von Hand beseitigt und ausgewaschen habe (ab und zu in die noch nicht festen Köpfe reingucken und nachsehen, ob alles in Ordnung ist)
Bild: Rote Beete (die waren sehr anspruchslos und sehr ergiebig und lecker (z.B. als Salat: gerieben und einen Apfel dazu reiben ...)
Bild: Gentechnikfreier Bantam-Mais (siehe auch: http://www.bantam-mais.de ). Den Zuckermais habe ich teilweise auch einfach roh abgenagt.
Bild: Cocktail-Tomaten, alte Sorte. Die Tomaten waren aufgrund des feuchten Sommers schwierig und hatten kaum Ertrag (am Balkon hatte ich dagegen viele). Manche Krautgärtner haben sich aus Stöcken und Netzen regelrechte Gewächshäuser gebastelt: da werde ich mal in der nächsten Saison nachfragen, ob sich das lohnt (oder wir diskutieren es hier im Forum, z.B. bei der Forumsdiskussion über Hilfsmittel )
Bild: Ein Teil der Kartoffel- und Zweibel-Ernte (siehe auch die Forumsdiskussion zum Ernten: wann, wie, ... ). Irgendwann wurde das ganze Kartoffelkraut welk (Krautfäule?) und dann habe ich die Kartoffeln alle rausgeholt: dadurch, dass ich die Kartoffelkäfer immer gut in Schach gehalten habe, kam trotzdem eine ansehnliche Anzahl an leckeren Kartoffeln heraus.
Bild: Ein Tag mit grosser Ernte: Salat, Frühlingszwiebeln, Petersilie, Salbei, Thymian, Bohnenkraut, Stangensellerie, Grünkohl, Bohnen, Mangold, eine Mini-Paprika, Zuckererbsen (in den Salat!), Karotten, rote Beete, Mais, Fenchel (nicht im Bild), Minimelone (Pflanze war leider abgestorben, nächstes Jahr werde ich versuchen mit Schachtelhalm gegen den Mehltau vorzusorgen, siehe die Diskussion im Forum über die Bioland-Richtlinien )
Bild: Blumen am Ende meiner Parzellenwege
Bild: Ringelblumen am Ende meiner Parzellenwege
Bild: Blumen, irgendwo am Acker
Bild: Blumen, irgendwo am Acker
Bild: Unsere Ackernachbarn
Bild: Radiccio, Kopf noch nicht voll. Hat lang gebraucht, war dann aber sehr köstlich. Daneben noch ein nachgepflanzter Kohlrabi.
Bild: Grünkohl. Sehr lecker und vitaminreich. Sehr anspruchslos und robust, hatte ich bis zum Schluss. Die Pflanzen habe ich beim zweiten Jungpflanzenverkauf erstanden. Davon werde ich nächste Saison mehr pflanzen.
Bild: Gegen Ende der Saison (hinten Ruccola und Grünkohl, Pastinaken, Karotten und Radieschensprossen; in der Mitte noch Mangold, Sellerie, Erbsen; vorne Endiviensalat, Frühlingszwiebeln, Kräuter)
Bild: Der Acker nach der Rückgabe, Pflanzenreste wurden schon abgeschnitten/abtransportiert.
Bild: Der Krautgarten-Standort Riem im Winter
PS : Und hier geht's weiter mit Riemer Ackerberichten in 2012: - ->Link