Klimaschutz – warum tun wir nicht, was wir tun sollten? Oder müssten!
aus der Veranstaltungsreihe "Mutbürger für Energiewende!"
„Klimaschutz ist ja schön und gut, aber wo bleibt mein Vorteil?“, „Alles halb so wild: Das werden künftige Techniken lösen“, „Du willst doch auf unser Wirtschaftswachstum nicht verzichten – das ist doch gut für mich“
Wo liegt die Kluft zwischen Sollen und Sein?
In dem Pariser Klimaschutzabkommen vom Dezember 2015 hat sich die Völkergemeinschaft darauf verständigt, bis 2050 die Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad Celsius gegenüber der vorindustriellen Zeit zu begrenzen. Gleichzeitig wollen dann ca. 9 Milliarden Menschen (unseren?) Wohlstand und Entwicklung haben. Das wird mit „Weiter-so“ nicht gehen, die Natur lässt nicht mit sich verhandeln. Die Antwort auf den Klimawandel kann nur eine nachhaltige Industrie-, Energie- und Klimapolitik (um nur einige Politikfelder anzusprechen) sein, die das Klima tatsächlich schützt, industrielle Innovationen fördert, eine langfristige, Umwelt- und klimaverträgliche Energieversorgung sichert und sozialen Fortschritt voranbringt.
Bruttoinlandsprodukt und dessen Wachstum machen nicht glücklich, zeigt die Glücksforschung; soziale Beziehungen sind im Leben von Menschen zentrale Elemente. Das grandiose Scheitern der Entkopplungsstrategie (Ressourcenverbrauch zu BIP) zeigt, dass es Anreize zur Milderung des Wachstumsimperativ geben muss, Stichwort: Postwachstumsökonomie. Denn Wachstum und Nachhaltigkeit – beides ist gleichzeitig nicht zu haben.
Brauchen wir, gibt es einen großen Zukunftsentwurf? Ist try-and-error, also ein step-by-step-Weg erfolgsversprechender? Also Problemanalyse, Visions-Entwicklung, Experimente, Lernen & Ausweiten… Für den Prozess einer „großen Transformation“ bedarf es Bewußtseinsänderung in Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft. Change-Prozesse erzeugen Unsicherheiten und Ängste; es bedarf gezielter Strategien im Umgang mit unterschiedlichen Akteuren in der Ambivalenz zwischen Akzeptanz und Opposition: „Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt“ (Lao Tse).
Wann? Donnerstag, 25. Januar 2018, 19:00 Uhr
Wo? Evangelische Stadtakademie München, Herzog-Wilhelm- Str. 24, 80331 München (Nähe Sendlinger Tor, U-Bahn)
Aufgrund der großen und anhaltenden Resonanz auf unsere Einladung (binnen weniger Tage waren die verfügbaren 250 Plätze bereits vergeben) haben wir nach einem deutlich größeren Veranstaltungsraum Ausschau gehalten – und sind fündig geworden.
Der Vortragsabend mit Prof. Lesch wird nun am 25. Januar zur gleichen Zeit (19.00 Uhr) im Hauptgebäude der Ludwig-Maximilians-Universität München stattfinden (Geschwister-Scholl-Platz 1, Hörsaal B101).
Eine gesonderte Anmeldung ist nicht erforderlich. Bitte seien Sie jedoch rechtzeitig vor Ort.
Referent? Prof. Dr. Harald Lesch, Ludwigs-Maximilian-Universität (Astrophysik), Hochschule für Philosophie (Naturphilosophie)
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!
Andrea Hübner
Kommentare zur Veranstaltung und weitere Informationen auf unserer Website: Klimaschutz - Warum tun wir nicht, was wir tun sollten oder müssten?

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Raumänderung
Hinweis: anderer, grösserer Raum, s.o.
Video zum Vortrag
Hinweis: Der Vortrag von Prof. Dr. Harald Lesch am 25. Januar zum Thema „Klimaschutz“ ist inzwischen auf dem Youtube-Kanal des Münchner Forum Nachhaltigkeit unter folgendem Link zu sehen: https://www.youtube.com/watch?v=LEuK7YJU360&t=132s