Die 6. Parzellenübergabe des Gutes Riem in diesem Jahr war in Hohenbrunn.
Das Wetter war nach der bitterkalten ersten Woche wieder gnädiger und die Jungpflanzen konnten wieder ausgelegt werden, allerdings mit Mühe für das Team vom Gut Riem, da der lehmige Acker durch den Regen in der Nacht wieder aufgeweicht war: das Team vom Gut Riem bekam wohlverdienten Applaus.
Nur die Kartoffeln konnten nicht gelegt werden, da der Acker zu nass war, um noch mal hineinzufahren (ähnlich wie die Werkzeugkisten in Riem und Trudering, die momentan noch ausserhalb des Hauptganges stehen). Die Hohenbrunner bekamen die Kartoffeln also direkt mit den Steckzwiebeln ausgehändigt und müssen selber den Kartoffeldamm aufhäufeln.
Hohenbrunn ist der Standort, der am weitesten draussen ist. Er wurde von einer Transition-Town-Initiative initiiert und wird seitdem vom Gut Riem betreut. Besonders an diesem Standort ist auch die Wasserversorgung, die ein Team von Freiwilligen Hohenbrunner KrautgärtnerInnen per Feuerwehrschläuchen und Hydrant vornimmt: sie befüllen damit zwei Tankwagen. Auch dieses Hohenbrunner Wasser-Team bekam wohlverdienten Applaus. Für Pumpbrunnen wie an anderen Standorten ist der Grundwasserspeigel zu niedrig.
Bilder:
Alpenkulisse bei der Ankunft (nunja, zu unscharf durch die Bildkompression ..)

Hydrant mit angeschlossenem Schlauch zur Befüllung der Tankwagen:
die erste Füllung machte noch das Team vom Gut Riem ..

Hier führte der geheimnisvolle Schlauch hin:
der Verkauf zusätzlicher wärmeliebender Bio-Jungpflanzen war bereits
fix und fertig vom Team vom Gut Riem aufgebaut worden

Hier kann das Wasser am Tankwagen in die Giesskannen gefüllt werden.

Der Wagen war schon voll

Danach muss der Schlauch entwässert und wieder aufgewickelt werden
(danke an die Mitarbeiterin des Team vom Gut Riem, dass sie den Schlauch so lang hingehalten hat!).
Einmal in der Mitte falten und dann von der Faltstelle aus aufwickeln, dann kommt das restliche Wasser heraus.

Auf der Wiese vor dem Acker sind Sauerampfer, Beinwell und Quecke .. hüstel .. gut vertreten:
auch am Acker mühen sich die KrautgärtnerInnen damit ab.
Siehe auch unsere gesammelte Liste zu -->Beikräutern

Die Steckzwiebeln müssen wir KrautgärtnerInnen seit einigen Jahren selber stecken:
das ist auch äusserst sinnvoll: es ist niemandem zuzumuten kilometerweit auf den Knien zu rutschen,
wohingegen das Stecken von wenigen Metern Zwiebeln für die meisten nur ein kleiner Aufwand
und kein Problem ist (und wenn doch, dann helfen Freunde oder Parzellennachbarn sicher).

Die Kartoffeln, die normalerweise von einer Legemaschine (die manuell bestückt wird)
gelegt werden wobei gleichzeitig ein Kartoffeldamm darübergelegt wird, siehe -->Bericht
Dies muss nun dieses Jahr wetterbedingt/bodenbedingt in Hohenbrunn selbst gemacht werden ..

Das Team vom Gut Riem hatte sich mit den Schubkarren durch den feuchten lehmigen Boden gequält
und die Bio-Jungpflanzen des Krautgarten-Standards gemäss Parzellengrösse auf die jeweiligen
Beete der Parzellen gelegt (es ist schwer, den Weisskohl vom weissen Kohlrabi zu unterscheiden:
in Trudering, wo die Jungpflanzen wegen Wetters (Schneedecke!) in einer Kiste ausgegeben wurden,
gibt es daher sicher interessante Mischkulturen :-) ..).
Im Hintergrund zu sehen sind zwei Mitglieder des Teams vom Gut Riem, die ab und an
einzelne Schnüre vorspannen, damit nicht versehentlich quer gespannt wird: das setzt sich
sonst fort: die Nachbarn machen falsch weiter, bis am Schluss irgendwo eine dreieckige
statt quadratische Parzelle ist .. auch hier ist es trotz Vorabtrennung wieder passiert,
aber Ruth Kleinöder konnte die Situation noch rechtzeitig in Ordnung bringen).
Die Perspektive täuscht doch oft .. (wenn man als unbedarfter Photograph herumspaziert,
fällt einem das eher auf, als den vielbeschäftigten KrautgärtnerInnen :-) ..)

In Hohenbrunn gibt es auch zwei Schulklassen, die von engagierten LehrerInnen betreut werden:
an einer der Schul-Parzellen waren zusätzlich noch kleine selbstgemachte Beet-Nummern angebracht.
Ich war einmal bei einem Beikräuter-Kurs in Hohenbrunn: da war zu sehen,
dass diese Schulklassen reichlich WoMan-Power haben: kein Bleikraut zu sehen ..

Die KrautgärtnerInnen beginnen sich am Übergabepunkt zu sammeln


Bis kurz vor Übergabe-Termin um 17:00 fast alle versammelt sind ..

.. und von Ruth Kleinöder näher herangerufen werden, um die Hinweise besser zu verstehen:
Die Parzellenvergabe beginnt, der Moment, der lang herbeigesehnt wurde: man sieht
viele Bekannte und Garten-Freunde wieder, sofern man sie nicht ohnehin im Winter getroffen hat.

Schon nehmen die ersten KrautgärtnerInnen ihre Parzellen in Besitz

Und immer mehr

Bis es wie am Ameisenhaufen wimmelt

Währenddessen läuft der Bio-Jungpflanzenverkauf zusätzlicher wärmeliebender
oder nicht zum Krautgarten-Standard gehörender Bio-Jungpflanzen:
als -->Bioland-GärtnerInnen dürfen wir ja nur Bio-Jungpflanzen verwenden,
und oft sind die nicht so leicht zu bekommen, in dieser grossen Auswahl sowieso nicht:
siehe unsere -->Sammlung zu Bio-Bezugsquellen

Auf dem Rückweg zur S-Bahn nochmal das Gewimmel in voller Breite

Bye bye, Hohenbrunn

Siehe auch:
-->Krautgarten-Parzellenvergabe Berg am Laim 2017 (Tag 1)
-->Krautgarten-Parzellenvergabe Gronsdorf 2017 (Tag 2)
-->Krautgarten-Parzellenvergabe Aschheim (2017) (Tag 3)
-->Krautgarten-Parzellenvergabe Riem (2017) (Tag 4)
-->Krautgarten-Parzellenvergabe Trudering (2017) (Tag 5)
-->Links zu allen Parzellenübergaben aller Jahre (im Forum, es gab vorher schon einige)
-->Notizen zu den Informationsveranstaltungen 2017 des Gutes Riem
-->Bezugsquellen für Bio-Saatgut und Bio-Jungpflanzen
-->Unsere Bioland-Richtlinien für den Anbau
-->Unsere Wetter-Links
-->Links (Forum-Übersicht auf der Startseite)